Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
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Geschichte der Griechen,34dämon in das Feld ziehen durften, daher waren auchbey der Schlacht bey Marathon, der ersten, die ge-gen die Perser in Griechenland gekämpft wurde, kei-ne Sparter.Dem Heere folgte eine Menge von Handwerkernund Sklaven. Diese lezten wurden oft bewaffnet,denn Lacedämon, obschon es dreisigtausend Mann schwerbewaffnetes Fußvolk und fünfzehnhundert Reuter auf-stellen konnte, hatte doch selbst bey der großen Ver-bindung von ganz Griechenland gegen den Angriff desXerxes nicht mehr als zehntausend Mann Eingebornergestellt. Zwar betrug in der Schlacht bei Platäadas lacedämonische Heer fünf und vierzigtausend Mann,aber darunter waren 35,000 aus den Sparta unter-worfenen Städten, oder aus den Sklaven gezogen.Sonderbar und widersprechend scheint es, daß mandie Sklaven, die in Sparta blos zu den härtestenund erniedrigendsten Arbeiten gebraucht wurden, undderen Loos weit trauriger war, als in dem übrigenGriechenlande, dennoch zum Kriegsdienst aushob.Ehe die Lecedämonier an entfernten Kriegen inAsien und Afrika Theil nahmen, waren die Feldzügeblos auf den Sommer beschränkt. Im Winter zogensie nach Hause, oder wenn sie eine Stadt belagerten,waren sie in Besatzung in den zunächst gelegenenStädten und Dörfern. Sie verheerten die Erndtein dem feindlichen Lande, wenn sie keinen Feind imFelde fanden, und kehrten dann wieder zurük.Wir haben hier nur einen schwachen Umriß der Einrich-tungen gegeben, die unter dem Namen von Lykurgs Staats-verfassung von der Nachwelt bewundert, aber nie nachgeahmtwurden. Dieser mit unerschütterlichem Muthe und ei-ner, selbst durch persönliche Beleidigung nie ermüden-den