Dritter Abschnitt.21Apollo waren, gestattete keine Sorgen für die Bedürf-nisse des Lebens, die von dem frommen Aberglaubender Wallfahrter im Uebermaas dahin gebracht wurden.Der Einfluß dieses Orakels war entscheidend inallen öffentlichen und häuslichen Angelegenheiten Grie-chenlands. Kaum war dasselbe zu dem ausgebreitetenAnsehen gekommen, dessen wir eben erwähnt haben,als es auch zwei Einrichtungen, die eine von religiö-ser, die andere von bürgerlicher Art bekräftigte, dievon ausserordentlichen Folgen begleitet waren. Dies sinddie olympischen Spiele und die Gesezgebung des Lycurg.In dem heroischen Zeitalter Griechenlands wurdendie Leichenbegängnisse berühmter Männer durch Kampf-spiele gefeyert; man glaubte, die abgeschiedene Seeleumschwebe noch eine Zeitlang die körperliche Hülle, diejezt zur Erde bestattet werden sollte, und suchte sie durchProben körperlicher Stärke, ihrer Lieblingsbeschäftigungim Leben, auch nach dem Hinscheiden angenehm zu un-terhalten. Eben so wurden die Götter an solchenStellen durch feyerliche Aufzüge, Tänze, Gebete, Ge-sänge und Opfer verehrt, wo man sie gegenwärtigglaubte. Ein solcher Ort war der Gebirgsrücken desOlympus, an den Grenzen von Thessalien gegen Macc-donien. Auf dieser Höhe, die über die Region derStürme erhaben ist, versammelte Jupiter den Rathder Götter, die dann in Wolken gehüllt zu den Sterb-lichen herabstiegen, um seine Beschlüsse zu vollziehen.An den Abhängen des Berges hatten die vornehmstenGötter ihre Tempel, und da nach uralter Sitte derGriechen die gottesdienstlichen Feierlichkeiten mit Froh-sinn und Lustbarkeiten verbunden waren, so ist auch derUrsprung der öffentlichen Spiele bey den Griechen vielälter, als die Einrichtung, die ihnen im Zeitalter desLykurg, Iphitus, Fürst von Elis gab.Die⸗
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