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1 (1821)
Entstehung
Seite
19
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1parte allenFang 10

Dritter Abschnitt.konnten in verheerende Kriege ausarten, allein hierzeigte ſich der heilſame Einfluß des Rathes der Am-phiktyonen. Alle Staaten von Griechenland hattensich nach und nach diesem Vereinignngspunkte der Na-tion angeschlossen, sie sandten regelmäßig ihre Abge-ordneten zu den Versammlungen zu Delphi oder Ther-mopylä, die Streitigkeiten wurden vorgetragen, un-tersucht und entschieden; die Glieder des Bundes füg-ten sich willig in die Aussprüche desselben, und dieAmphiktyonen wurden eine die ganze griechische Na-tion darstellende Versammlung. Sie verbanden sichdurch einen feierlichen Eid, nie eine zu dem Bundegehörige Stadt zu zerstören, nie den Lauf ihres flie-ßenden Wassers zu hemmen, sondern jene mit allenKräften zu verfolgen und zu strafen, die sich einersolchen Gewaltthätigkeit schuldig machen würden. Wennauch in der Folge bey mehreren Gelegenheiten diesesheilige Versprechen nur sehr unvollkommen erfüllt, undnicht selten gebrochen ward, so unterdrückte doch dieseEinrichtung sehr oft die Zwietracht, und beschränkteden Ausbruch und die Grausamkeit der Kriege.Die Amphiktyonen warfen sich auch zu Schirm-herren des Orakels zu Delphi auf, und gewannnen dadurchsehr viel in der öffentlichen Meinung. Die Aussprüche die-ses Orakels wurden von ihnen geleitet, und waren folglichim Einklang mit ihren Verfügungen.Ueber den Ursprung der Orakel, die erst nach demtrojanischen Kriege zu großem Ansehen in Griechenlandgelangten, verdanken wir dem Herodot folgende Nachrich-ten. Eine ägyptische Priesterin ward von phönizischenSeeräubern nach Griechenland gebracht, und dort alsSklavin verkauft. Sie war eingeweiht in die Geheim-nisse, mit denen der Aberglaube der ägyptischen Priesterdie Religion umschleiert hatte, und benützte das An-B 2sehen,