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1 (1821)
Entstehung
Seite
18
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Geschichte der Griechen,13So weit war die Menschheit in ihrer Bildung indem Zeitalter vorgeschritten, das man gewöhnlich dasHeroiſche nennt.Nach diesem Zeitalter trat in Griechenland eine durchfast dreyhundert Jahre dauernde Periode der Ruhe ein.Dieses kann als ein Beweis der Erschöpfung der Völkerdurch langen Krieg, häusliches Unglück und zerstörendeFehden ihrer Fürsten und der daraus entstandenen Wan-derungen gelten. Die Königswürde ward in jeder Pro-vinz Griechenlands von den äussersten Gränzen des Pe-loponnes bis zu den Gebirgen abgeschafft, die Griechen-land von Macedonien trennen. In Sparta allein bliebder Name der Könige. Ihre Macht ward so beschränkt,daß ausser dem Vorsiz im Rathe und dem Oberbefehlim Kriege, ihnen kein Vorzug blieb, den wir gewöhn-lich mit dem Begriff der königlichen Würde verbinden.Wir werden bei der Geschichte der Verfassung von Lace-dämon auf diesen Gegenstand zurückkommen.In Athen ward Medon, der Sohn des lezten Kö-nigs Kodrus, der erste Archon (so nannten die Athenerdie höchste Obrigkeit ihres Staates). Er pflanzte dieseWürde, die Anfangs auf Lebenszeit gegeben ward, aufseine Nachkommen fort; aber die Athener, besorgt, daßlebenslängliche Macht in willkührliche Gewalt ausartenkönne, beschränkten in der ersten Hälfte des achtenJahrhunderts vor der christlichen Zeitrechnung diese Würdeauf zehn Jahre, und sechzig Jahre später wählten siejährlich neun Personen, die unter dem Namen der Ar-chonten die höchste Würde des Staates bekleideten.Da nach Abschaffung der königlichen Würde jedeStadt sich ihre eigene Regierungsform gab, und ihreUnabhängigkeit gegen ihre Nachbarn behauptete, so warenSieStreitigkeiten über die Gränzen sehr gewöhnlich.konn-