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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
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im Witzblatt. Er hat der Gefahr der Mechanisierungglücklich widerstanden, er blieb in seinem ,Milljöh' undblieb dadurch frisch. Aber es schadete der richtigenWirkung seiner Blätter. Sie wurden als Witze über dieSchicht genommen, die er vorstellte, und Witze sind sienicht und sollen sie nicht sein.

Dann kam es, wie es immer kommt, zu einem Wider-spruch durch Gegensatz. Zille ist als Mensch und BürgerSozialdemokrat, und Gesinnungsgenossen machten ihndeshalb zu einem sozialistischen Künstler. Vielleichtglaubt er selbst an so etwas, besonders nachdem esschwarz auf weiß in Büchern stand. Aber davon kannja gar nicht die Bede sein. Als Mensch ist er natürlichnicht mit diesem Leben einverstanden, das er schilderte,und wünscht diesen Mitmenschen ein besseres Los. Aberals Künstler ist er voll und ganz einverstanden, und inseiner Darstellung fehlt jede Spur von Tendenz (ein paarBlätter ausgenommen, die man wenigstens so deutenkönnte).

Ich möchte dieses Verhältnis noch etwas bestimmterformulieren. Würde der hebe Gott Zille fragen, ob erwünsche, daß dieses ganze Volle von morgen ab inGartenstädten leben solle mit allem Komfort von Moralund Hygiene und Körperkultur, so würde er gewiß ohneBesinnen ja sagen. Er selbst aber wäre nach dem Ver-schwinden seines ,Milljöhs' kreuzunglücklich, ohne Hei-mat und ohne Stoff."

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Zille ist eben in jeder Weise mit seinemMilljöh" ver-knüpft. Auch in seiner Weisheit. Adolf Heilborn, sein lang-jähriger Freund, erzählt dazu sehr hübsch:

In den Vortagen zu seinem siebzigsten Geburtstag wurdeZille von Photographen geradezu überlaufen. ,Ein paar hab'ick rausjeschmissen un nich zu knapp' hat nicht Menzelmal in ähnlicher Situation gesagt:

,Ich bin nicht zu Hause; hier ist kein Panoptikum!'?

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