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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
342
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Aus Zilles Kindheit. 1 )

Wie fast alle Menschen aus dem Volke, weiß Zille wenigvon seiner Familie und seinen Vorfahren. Eines aber istsicher: Er, der scheinbar so ganz waschechte Urberliner,stammt nicht aus Berlin. Daß er aber durch und durchBerliner geworden ist, daran ist nicht zu zweifeln. Seineganze Art ist berlinisch spöttisch gegen sich selbst undgegen allerlei Auswüchse, besonders aber gegen Stärkere,ist er gefühlvoll mit den Schwachen. Und außerdem eignetihm eine gewisse Lebhaftigkeit. Die aber hat er gewiß vonseinen Vorfahren, die aus Sachsen stammen und gewiß auchböhmisches Blut in sich hatten.

Am meisten weiß Zille von den Vorfahrenvon MuttersSeite". Die Mutter hat zweifellos auch in seinem Leben einwesentliches Quellengebiet seiner Begabung und seiner Künst-lerschaft und seiner ganzen Art gebildet. Wie ja im Lebenvieler Künstler die Mutter entscheidend ist. Hier müßte eswirklich heißen: Suchet die Mutter!

Allerdings scheint Zille nicht nur von der Mutter Gutesgeerbt zu haben, sondern auch vom Vater. Er erzählt vonihm:

Der hatte Schmied gelernt. Auf der Wanderschaft fander eine Stellung als Schlosser. Und als er in den siebzigerJahren nach Berlin kam, gelang es ihm, bei Siemens anzu-kommen und dort an den Morse-Telegraphen und ähnlichenApparaten zu arbeiten. So hatte er sich in seiner Arbeitsweiseohne besondere Lehre verfeinert und konnte schließlich in

') Zu diesem Kapitel ist besonders zu beachten das KapitelZilleals Künstler", in dem schon manches von seiner Kindheit gesagt ist.

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