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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
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Zille-Mächens.

Alle abseits vom bürgerlichen Dasein sich durchs Lebenschlagenden Menschen haben Heinrich Zille gereizt, sie mitseinem Zeichenstift auf dem Papier festzuhalten. SeineZeichnungen würzte er meistens auch mit treffenden Aus-sprüchen, witzigen Redensarten aus dem Kreise jener, dieer mit dem Bleistift und der Kohle verewigte. Das gab danneinen guten Zusammenklang. So haben wir in seinen Zeich-nungen und ihren Unterschriften eine geradezu dokumen-tarische Schilderung dieser Nebenwelt, die allgemeinHalb-welt" und auchUnterwelt" genannt wird.Halbwelt" könnteman eigentlich nur die elegantere Prostitution nennensoweit man den Anspruch gewisser reich fundierter, inter-nationaler Kreise gelten läßt,die Welt" zu bedeuten. Nebenund mit ihnen leben nämlich diese Damen, diehalb" dazugehören, die zufrieden sind,Halbwelt" zu sein.

Doch diese Damen haben Zille nie so recht interessiert.Ihm veranlaßten mehr die Damen der Unterwelt, also dieFrauen, die unter derWelt" standen und die sich auch inder unteren Schicht bewegten, die unter der Welt, die öffent-lich anerkannt war, ihren Lebensgehalt und Unterhalt such-ten. Diesearmen Mächens", wie Zille sie bedauernd oftnennt. Es sind gewiß keineDamen". Aber darum schil-dert er sie wohl voll Mitgefühl.

Doch ich will hier keine Kulturgeschichte dieser Mächensschreiben. In meinem BuchDas galante Berlin" habe ichmich über sie und ihr Tun und Treiben gründlich ausge-sprochen, habe vor allem darauf hingewiesen, wie sich Ver-anlagung und sozialer Zwang, Schuld der Mitmenschen und

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