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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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Zille-Kinder.

Die Kinder hat Zille mit besonderer Liebe ins Herz ge-schlossen. Seine eigenen Kinder haben ihm zu allen Zeitenzu Studien gedient, auch als er noch nicht der selbständigeKünstler war. (Siehe Bild Nr. 38 und besonders die Kinder-bilder dieses Kapitels und die der Kapitel i, 2, 3, 4 und 23.)Aber bald dehnte er seine Liebe auf alle Kinder aus. Mitgroßer Inbrunst widmete er seinen Zeichenstift den Welt-stadtkindern, den Kindern der Stadt Berlin.

Die Stadt, die den Erwachsenen eine verschwenderischeFülle von Kulturgütern und Bildungsmöglichkeiten bietet,in deren Mauern Kunst, Pohtik, Theater, Wissenschaft undnoch viele andere Gebiete des modernen Lebens täglich soviele Genüsse bereit halten, daß ein einzelner nur einenBruchteil genießen und bewältigen kann diese Stadt istoft hart und geizig, lieblos und unmütterlich gegen die jungenmenschlichen tieschöpfe, die ihr anvertraut werden. Wasfür eine traurige Kindheit verleben die Massen der Groß-stadtkinder! (Siehe auch Bilder aus andern Kapiteln, z. B.Nr. 22, 4o, 98, io3, in u. a.) Kaum kann man es nocheine Kindheit nennen. Die Wagen und Klingelzeichen derelektrischen Straßenbahnen und das Töfftöff der Autosspielen eine größere Bolle in ihrem Leben und in ihrerPhantasie als etwa das Leben unserer Haustiere. Von demPflegen und Gedeihen der Blumen und vom Beackern derScholle, vom Säen und Ernten wissen sie nichts aus eigenerAnschauung. Und was nicht aus eigener Anschauung oderin voller Tätigkeit erworben ist, das ist ein tönernes Wissen,dem fehlt der Inhalt.

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