Aus der Gesellenzeit Heinrich Zilles.
Und nun begannen Zilles Gesellen] ahre, in denen es nichtmehr nur lernen hieß, sondern in denen er fertige Arbeitleisten und mit mancher Technik sich befreunden mußte, dieeigentlich nicht künstlerisch war, die aber doch künstlerischeEmpfindung, Geschmack und künstlerische Fertigkeit ver-langte. Er kam nach einigen Stellungen in kleinen Betrieben,in denen er manche sonderbaren Müljöhstudien machenmußte (siehe „Milljöh" und das Kapitel „Zille als Künst-ler"), ziemlich bald zur Photographischen Gesellschaft.
In diese Gesellenzeit fallen seine Soldatenjahre (nächstesKapitel), fällt seine Verheiratung, seine ersten Ehejahre unddie erste Zeit als Familienvater. (Kapitel „Zillekinder".) Indieser Zeit bleibt er trotz aller Pflichten seiner Gewohnheittreu, immer „etwas für mich zu machen". Er will nicht nurHandlanger sein. Seine künstlerische Schöpferkraft verlangtihr Recht. Daher die vielen Studien, die „Blicke aus der \Werkstatt" und die Landschaftsbilder aus der nächsten Um-gebung von Berlin. (Siehe Kapitel „Studien und Akte", i„Lehrer und Kollegen" und verschiedene andere Kapitel, indenen Arbeiten aus jenen Jahren enthalten sind.) Schließ-lich begnügte er sich nicht mehr damit und arbeitet, selbstin gereifteren Jahren, gewissermaßen schon Altgeselle,Werkmeister, an seiner Ausbildung, zeichnet unermüdlichAkte, Porträts und notiert sich allerlei Gestalten und Ereig- |nisse von der Straße.
Menschen hatten ihn ja schon immer künstlerisch gefesselt.Vater und Mutter, Tochter und Sohn — Kollegen und Mit- \
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