Die Jugendlichen.
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Neben den Kindern und zwischen ihnen leben die Jugend-lichen, die Halbwüchsigen, wie sie eine Zeitlang genannt wur-den. Es sind die jungen Menschen, die eigentlich schon überdie Kindheit hinaus sind, aber auch noch nicht ganz zu denErwachsenen gehören, die vor allem noch nicht offiziell mün-dig erklärt sind.
Sie fühlen sich aber durchaus mündig. Und das ist selbsthäufig bei Kindern schon zu finden, wie das manche Zeilein dem Kinderkapitel beweist. Meistens aber befinden sichunter den Halbwüchsigen Lehrlinge, Laufburschen, Radler,Boten aller Art und — Fürsorgezöglinge. Zur Charakteri-sierung seien hier einige Sätze aus einer Studie von mir überdiese Halbwüchsigen abgedruckt:
Dort, wo nur vereinzelte Häuserblocks mit kahlen, grellenWänden über brache, umzäunte Bauplätze, Holzhandlungenund den Exerzierplatz hinwegragen, zogen die fünf Bur-schen entlang. Franz vorauf mit einer lauten Mundharmonika.Die andern paarweise hinterdrein, pfeifend, was Franz blies:
„Ha—ab'n Se nicht den kleenen Kohn jesehn?"
Die Kindertrupps, die in der letzten Dämmerung von denLaubenkolonien aus durch den Schlesischen Busch nach Hausezogen, blieben stehen und starrten den Burschen nach. Einigeder Jungen sangen auch, hastig mit dem Kopf nickend, denGassenhauer mit, einen nachäffenden, höhnischen Zug imGesicht.
Als die Burschen um die Ecke nach der Görlitzer Bahnzu abbogen, brach der Harmonikaspieler jäh ab:
„Ach wat — ich spiel' nich mehr!"
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