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Zille-Kneipen.
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Wenn man Zille will verstehn, muß man in Zillekneipengehn. Also in die Lokale, in denen das einfache Volk ver-kehrt und auch in solche Gastwirtschaften, in denen allerleiEntgleiste und Verunglückte, vor allem auch die Armen imGeiste und im Gelde eine billige Geselligkeit und eine wohl-feile Betäubung ihres Elends suchen. Dort wird man nichtnur seine Menschen finden, sondern zugleich auch mancheAufschlüsse über sie.
Aus seinen Schilderungen wird das Berliner Kneipenlebender letzten Jahrzehnte wach. Sie sind ein Stück Kultur-geschichte der Reichshauptstadt. Vor allem die Schilderungenaus den Kellern. Diese Kellerlokale sind ja in letzter Zeit fastganz verschwunden — bis auf den berüchtigten Jägerkellerin der Jägerstraße, in dem auch gewisse Kavaliere aus derFriedrichstraße und manche von ihren Damen verkehren.Auch der „Stramme Hund" am Oranienburger Tor, in demnach durchkneipter Nacht Studenten, Kellner, Künstler,Universitätsprofessoren und Droschkenkutscher an weißge-scheuerten Tischen beisammen saßen und Erbssuppe speisten,besteht noch — mit fast demselben Publikum (Bild 106). Nurkommen anstatt der Droschenkutscher mit den blauen Pele-rinenmänteln jetzt Schofföre in Lederjacken. Sie riechen nichtmehr nach Pferd und Stall, sondern nach Öl und Benzingas.
Im Osten und auch im Norden gibt's noch Kellerwirt-schaften. Aber sie sind doch recht vereinzelt. Und derHammelkopp-Keller, in dem die abgeknabberten Köpfe unterden Tisch geworfen wurden, ist auch eingegangen. Von
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