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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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Zille als Künstler. 1 )

Zille sprach von den Anfängen seiner Kunst:

Als ich anfing, war es ein großes Risiko, arme Leute zumalen. Damals koofte sowat keen Hammel nicht einmalder Magistrat."

Er lächelte verschmitzt über diesen Witz und erzählte ausseiner Jugend:

Mit neun Jahren kam ich aus Sachsen nach Berlin, soum 1867. Am Anhalter Bahnhof kletterten wir aus dem,Zug.Da hätten wir nun in der Gegend wohnen bleiben sollen.Denn die Leute siedelten sich damals in den Stadtteilen an,wo sie mit der Bahn ankamen. Die Pommern blieben amStettiner Bahnhof, am Schlesischen Bahnhof wohnten dieOstpreußen und die Pollacken und am Görlitzer Bahnhof dieSchlesier. Wir zogen aber in die Gegend am SchlesischenBahnhof mit ihren engen, alten Häusern. Was ich da sah,habe ich schon in der Geschichte vom Kellner-Fränze undvon Frau Clara mitgeteilt. Jugendeindrücke die haften! Na, und denn, was man so als Lehrling und als Geselleerlebte. Da gibt's 'ne ganze Menge Geschichten . . ."

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Das Sehen und Erleben in der Kinderzeit und in derJugend half mir wohl später manche Bilder gestalten. Oftist's umgekehrt. Arme Kunstjünger malen Reichtum unddicke Schinkenbrote. Und die reichen Jünglinge quälen sich,dje Armut in Wort und Bild darzustellen.

*) Die nächsten Kapitel, besondersZille und seine Modelle",Studien" usw., enthalten noch manches über Zille als Künstler.

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