„Milljöh."
-j- Zilles „Milljöh", ist sprichwörtlich geworden, ist ein allge-I mein bekannter Begriff. Er umfaßt nahezu sein gesamtesSchaffen. Und Zille ist so volkstümlich geworden, weil er inseinem Werk immer unser Volk, unsere heimatliche Um-gebung in ihren besten und oft belustigenden Erscheinungengezeigt hat. Auch da, wo er als sozialer Warner und Schil-derer auftrat, mußte man ihm oft beistimmen.
In fast allen seinen Arbeiten, Zeichnungen und Unter-schriften ist er jedenfalls ein prächtiger Mensch und Künst-ler — wie es ja dieses Buch, das alle seine Schilderungen undSpaße aus seinem Milljöh in den verschiedensten Kapitelnzusammenfaßt, beweist.
Hier kann nur auf alle diese Kapitel — besonders auf„Kneipen", „Mächens", „Männer", „Fräuleins", „der fünfteStand" und auf die Kapitel hingewiesen werden, die seinenWerdegang schildern. Er bevorzugt mit Vorliebe die nichtBevorzugten, und um des unmittelbaren Eindrucks willen seihier noch einiges mitgeteilt, was er außerdem erzählt:
„Das bucklige Lieschen! Ach Jott — nu is sie längst imHospital . . . Die kleine Hof Sängerin! Da hat sie öfters amTisch gesessen und hat alle die Geldstücke aus die Schürzen-taschen geklaubt — und aufgeschichtet — und gezählt —die Sechser — die Zweipfennigstücke und Einpfenniger. Diehatte sie sich ehrlich verdient mit ihrem Gesang auf denHöfen. Sie sang doch zu gern das Lied von dem schwarzenHusaren! Als sie das letztemal bei mir war, fragte sie mich
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