um es ihren Kindern heimlich mitbringen zu können. Cha-misso hat das Motiv zu seiner „Waschfrau" ja nur in Berlingefunden. Und es muß wohl ein häufiges gewesen sein. —Für Bildung hatten diese Arbeitsbienen nie viel Zeit. Aberirgendein Monatsblatt wurde doch manchmal in solchenFamilien gehalten — allerdings auch oft Kolportageromane.Aber mit den vordringenden radikalen Anschauungen, die seit
149. Mittagspause.
Studie aus dem Südosten Berlins, wo die Fabrikarbeiter Mittags
„frische Luft schnappen".
Nach dem Original 1904 zum 1. Mal veröffentlicht.
den vierziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts überall
hinfanden, verloren diese Schunderzeugnisse ihren Boden invielen Familien — leider nicht in allen. Und ein Gegen-gewicht gegen die Verwüstungen, die von den sozialen Zu-ständen in manchen Familien herbeigeführt wurden, fand sichnur selten. ^Die Töchter der Fabrikarbeiter besuchten zwardie Volksschule, aber wie oft mußten sie zeitig mitverdienenund so früh wie möglich in die Fabrik gehen. Da hieß es
19 Ostwald, Das Zillebuch.
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