Paula mit den bandagierten Krampfaderbeinen, grauem Kopf,,aber det Herze is' noch jung!' Als sie jung, waren die Haus^diener ihre Freier, nun sind's die Herren Chefs, — ,die Kon-fektion is' mir treu!'
Der ,Judenmaxe', der schlanke Judenjüngling und brutaleZuhälter. ,Jiebt's woll noch een Jewerbe, wo sich der Judenich rindrängelt!' sagt der frühere Damenschneider Milli,jetzt auf den Namen ,Wanda' hörend.
Wanda hieß auch die kleine dicke Budikerfrau im ,Hotelde Bückdich', acht ausgetretene Stufen führten hinunter.Mutter Wanda hatte immer noch einen kleinen Gratislikörübrig, gegen Würmer und Bauchweh, für schnapsholendeKinder.
,Wat willste Paule?' „Für zwee Jroschen Leichenwagen mitTroddeln!'
Ob Pauls Vater seinen Leichenwagen in dieser Ausstattungspäter an der Somme auch bekommen hat?" Z.
Über dies Nußbaumhaus, über dies Wahrzeichen Alt-Berlinsin dem Winkel an der Ecke der Fischerstraße, das schonJahrhunderte überdauert hat und nun vom Magistrat vor demZusammenbruch durch .einen gründlichen Innenausbau ge-rettet wurde, schrieb Hans von Zwehl zum siebzigsten Ge-burtstag Zilles:
„Ein toller Gasthof mit einer tollen Geschichte! Ein paarHäuser weiter hat einst Michael Kohlhaas gehaust, der Mono-mane der Gerechtigkeit, der Dörfer für ein paar Pferde ver-brannte, und der vom Scharfrichter mit dem Beil hingerichtetwurde. Heute tropft noch Moder, Pilz und Unrat auf dieengen Höfe und die Phantasie der Kinder, die in demschmalen Durchgang nach der Spreebrücke vor den altenSchweineställen spielen, ist von struwelpetrigem Aberglaubenerfüllt. Vor dem Wasser, in der Köllnischen Straße, istauch eine Herberge für die ,Berber', die Bettler, die hier.Platte' schlafen, das heißt auf dem Tisch oder, wenn sie