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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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,Nich wie Sie bei de Reichen', antwortete ich ihm. ,Ichverkoofe bloß an kleene Leute. Die können nich Dausendezahlen: Denen muß ick die Freude schon billiger machen!'

.Zilie, det is schön von Ihnen!'

Ich schwieg ein Weilchen, überlegte und sagte: ,Ach,Herr Professor, die Leinwand und die Ölfarbe achte ichviel zu hoch. Und denn: es malen schon zu viel Leutein Öl. Ich kritzle lieber auf Papier!'

,Na, denn kleben Se doch Ihre Zeichnungen uff Pappeund schmieren Lack drüber. Dann kriegen Se mehr Jeldvor!' riet mir der berühmte Maler.

,Tch bleibe aber Heber bei meinem Kritzeln!' schloß Zille."

Das ist alles nur mit Gewalt gemacht!" behauptet Zillevon seinen Werken.Nur mit Gewalt!

Weil ich es gewollt habe. Weil ich mich immerzu ge-zwungen, immerzu geübt habe! Weil ich jedes kleine Dingbeobachtete und abzeichnete. Jeden alten Latschen. Jedenkrumm getretenen Stiebel. Jede alte Gosse. Jede Küchen-ecke. Jeden Straßenwinkel." (Siehe die Bilder im KapitelStudien" sowie Bild 2, 5 und andere.)

Und wenn man ihm erwidert: Aber auch die Küchenecke,der Stiebel und die Gosse sind doch von Ihnen so gezeichnet,wie es eben nur ein Meister kann!

Dann sagt er, mit einem nach innen flimmernden Zwin-kern seiner hellen Augen, halb bescheiden, halb ängstlichsich belauschend, wie wenn er sich vor einer geheimnis-vollen Kraft in seinem Innern fürchte:

Nee, nee das ist mit Gewalt gemacht! . . .

Das habe ich alles nur mit Gewalt erzielt. Nur mitFleiß! Und immer wieder Gewalt!

Sonst schafft man das nicht!

Das ist nicht Begabung.

Das ist nur Wollen.

Ich wollte eben auch was für mich machen.

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