Über Zilles wirklich ernste und gewissenhafte Einstellungzur Kunst mögen seine folgenden Äußerungen unterrichtenund aufklären:
„Es gab so viele, die sich vor eine Sache hinstellten oderhinsetzten und sie mühselig abmalten. Das Volk läßt sich dasnicht immer gefallen. Und dann wechselt doch auch dasBild rasch. Auf der Straße — und auch sonst: Licht undFarbe.
Ich machte mir bloß Notizen. Und sagte: ,Das müßt ihreuch ins Auge klemmen — und denn zu Hause verarbei-ten! . . .'
Wer das nicht kann, der kommt nicht zu einer fertigenSache."
„Wie das so ist: erst hat man keine richtige Kritik fürseine eigenen Sachen. Und so machte ich denn die Körperimmer zu lang und die Köpfe zu klein. Bis mir einesschönen Tages der Bildhauer Krauß sagte:
.Mensch, Ihre Figuren haben ja alle zuviel Kopflängen!'Und das stimmte!
Da sah ich mich vor. Und was kam nu!?
Als Hyan mal meine Zeichnungen sah, meinte er:
,Na, Ihre Puppen haben wohl alle eens uff'n Kopp ge-kriegt!'
Und das stimmte auch!
Na — nun suchte ich eben das Richtige."
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„Liebermann fragte mich mal, warum ich keine Selbst-bildnisse male.
Ich antwortete ihm:
,Wenn ich mich früh im Spiegel gesehen habe, wenn ichmich gekämmt habe, habe ich genug von meinem Gesicht!' —"
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„Liebermann fragte mich auch mal: ,Vakoofen Sie? Siemüssen doch mächtig Jeld machen!!'