Ich wollte nicht immer in der Werkstatt bloß an einerSache ein bißchen rum arbeiten. Wie etwa so'n Arbeiter, derbloß sein ganzes Leben lang Türklinken macht — vielleichtbloß die Gußnaht abkratzen — oder den Gußkopp abkneifen.
Nee —
Da fragten mich die Herren von der PhotographischenGesellschaft, warum ich denn jeden Morgen schon zeichne— so 'n bißchen nach der Natur — und abends auch nochoft bis in die Nacht. Das hätte ich doch nicht nötig. Ichhätte doch mein Brot.
Ja, ich wollte doch auch was für mich machen.
Was Ganzes wollte ich machen.
Ich wollte was machen, aus mir heraus.
So, wie ich die Welt und die Menschen sah.
Ich sah sie doch ganz anders, als die andern.
Und das mußte ich eben machen . . ."
„Alle möglichen und unmöglichen Kunstjünger —■ undsolche, die sich dafür halten, schicken einem Proben oderrücken einem sogar selbst auf die Bude. Oder die hebenEltern oder Onkels kommen und bringen Proben.Ja, was soll man dazu sagen?
Soll man die Verantwortung auf sich laden, daß da wiederso 'n Kunstproletarier erzogen wird? Ich sage meist:
,Werdet Schofför; die leben wenigstens nicht lange —die haben aber Brot' . . .
Weiß man, wie solch Mensch sich entwickelt?
Manch einer macht als Kind soviel Versprechungen —macht die schönsten Bilder. Überhaupt, wenn Vater selbstKünstler ist oder in der Familie allerlei Liebhaberei ge-trieben wird. Dazu kommt dann solche kindliche Ursprüng-lichkeit — und das Genie ist fertig.
.Unser Peter braucht doch kaum was zu lernen — ach, derbraucht gar nicht mehr zu lernen. Sehen Sie nur, was derkann!'
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