und da sitzt du in 'ner warmen Stube — immer fein mitSchlips und Kragen. Brauchst nich schwitzen und kriegstkeene dreckigen Kleider. Wirst mit ,Sie' angeredet — un vorallem — du sitzt in de warme Stube I Wat willste nochmehr?'
Das gefiel mir — un so bin ich eben .Zilie' geworden."
In einer Skizze: „Mein Lebenslauf" schildert Zille seineweitere Entwicklung:
„1872 lernte ich Lithograph und ging die Woche zweimalabends in den Unterricht zum alten guten Professor Hose-mann in die Kunstschule, die damals in der Akademie war,ebenso zweimal die Woche zum Professor Domschke, Ana-tomie, der sehr grob war — und die vollste Klasse hatte.,Wenn Se noch nich mehr kenn', dann setzen Sie sich mit IhrBrett. uff die Treppe un' nehmen nich hier die hoffnungs-vollen Jünglinge, die bald nach Italien wollen, den Platzweg!' — aber die Klasse war übervoll, die jungen Leutefreuten sich über den alten Herrn, der so wie der olle Scha-dow sprechen sollte — nach ihm hat's P. Meyerheim ver-standen, das ,Berlinern' weiter auszubilden. Der alte Hose-mann ließ mich in seiner Wohnung, Louisenstraße, am NeuenTor, ganz gern seine Skizzen und Zeichnungen ansehen undauch abmalen, sagte aber: ,Gehen Sie lieber auf die Straße'raus, ins Freie, beobachten Sie selbst, das ist besser als nach-machen. Was Sie auch werden — im Leben können Sie esimmer gebrauchen; ohne zeichnen zu können, sollte keindenkender Mensch sein.' Es ist ein nicht grade heiteres, vonwenig Sonne erhelltes Feld, das ich wählte: der fünfte Stand,die Vergessenen! Ich bewunderte Hans Baluscheck, den ichso hoch verehre und nie erreichen werde! ..." Z.
In seiner Lehrzeit erlebte er dann auch manches „Milljöh-Stück". Das findet der Leser in dem Kapitel, in dem jene
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