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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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Ich bin bei meinem .Milljöh' geblieben.

Ich wollte ja von meinem Milljöh aus d£r Jugendzeit er-zählen ... Die Bewohner im Hause lernte ich alle gut kennen.Aus'm Vorderhaus, aus'm Seitenflügel und aus'm Quer-gebäude. Die hatten immer wat für mich zu tun. Da warder Kellner-Fränze, der meist in seiner Kneipe schlief, dieNachtbetrieb hatte. Seine Frau Clara ging schon in derDämmerung auf die Straße die Brüste hochgeschnürt, denkleinen Hut ins Gesicht gedrückt, um die Hüfte eine hoheTournüre; unter dem Hut trug sie hoch aufgetürmte Locken,die am Tage im Tischkasten lagen, zwischen Kontrollbuch,Wurstenden, Schrippen, Schminke, Kämmen, Bindfaden,Gabeln, Löffeln, Mutterpflaster und allerlei anderm Kram.Ich mußte ihr schwachsinniges Kind bewachen bei einemTeller dampfender Bratkartoffeln und einem Haufen gelb-gehefteter Schundromane: ,Die Bauernfänger von Berlin.'

Und wenn Frau Clara kein Geld hatte, wenn's regnete undnichts zu verdienen war auf der Straße dann mußte ichzu ihrem Mann nach Geld laufen. Oft hatte er selbst nichtsund gab mir seinen Frack zum Versetzen. Den nannte erim Kreise seiner Sauf- und Spielkumpane sein ,Feigenblatt'.

Und auch vom versoffenen Kommodentischler im Vorder-keller und von der blinden Rohrstuhlflechterin, vier Treppenhoch im Hinterhaus, wurde ich der Vertraute und ver-diente mir den Taler, den ich monatlich für die paar Zeichen-stunden in der Woche an den alten Zeichenlehrer Spannerin der ärmlichen Dachstube in Berlin 0, Blumenstraße, zahlen

mußte."

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Das ist komisch, wie man manchmal zu seinem Berufkommt!" meinte Zille, zugleich sinnend und lächelnd.DasZeichnen machte mir ja schon in der Schule Spaß. Es gingmir eben leichter von der Hand als den andern Schülern.Und als nu die Zeit ran kam, wo man an einen Beruf denkenmußte, sagte mein alter Zeichenlehrer zu mir:

,Das beste is, du lernst Lithograph. Zeichen kannste

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