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Unit
Urba
nur ist cs bekannt , mit was für Einmuth wir damahlsv die Erlösung beschlossen."
Uneultur, der Bildungsmangel. Die Ungebildtheit, wel-ches andere dafür angesetzt haben, ist unausstehlich hartund steif.
Undulation, die wellenförmige Bewegung, stärker, daSWogen.
Undulireil, wellenförmige Bewegung haben, sich wel-lenförmig bewegen, stärker, wogen. Dieses schöne, vonunsern Dichtern so oft gebrauchte Wort sucht man beiA d. vergebens.
Ungenirt (spr. ungenihrt), ungezwungen, zwanglos.Unharmonisch, mißstimmig. L a vatcr.
Uniform, einförmig, gleichförmig. Als Sachwort, dieUniform, die einförmige Kleidung, das Dienstkleid,die Dienstkleidung. „Das erste, was er vornahm, war,daß er sich ein Hemd und das Dicnstkleid eines Lffi-cicrs anzog." Robinson. Da cs aber auch Unifor-men gibt, welche keinen Bezug auf Dienste irgend ei-ner Art haben, sondern nur dazu dienen, die Mitglie-der gewisser Stände, Gesellschaften u. s. w. von andernauszuzeichnen: so bedürfen wir noch eines allgemeinern"Ausdrucks. Ich weiß dazu nur einförmige oder gleich-förmige Tracht, und für gewisse Fälle die Zusammen-setzung Gleichtracht (nach Gleichgewicht gebildet) anzu-geben. Um einen verschwenderischen Pracht-aufwand zuvermeiden, wurde eine gleichförmige Hostracht beliebt.Der Addl erschien bei dieser Gelegenheit zum ersten mah-le in Gleichtracht. Hier könnte man auch Standestrachtdafür sagen.
Unitorrnität, die Einförmigkeit, oder Gleichförmigkeit.Unigenitus , der Eingebohrne. Die berühmte päpstliche■ Bulle dieses Namens wird so genannt, weil sie mit denWorten: Unigenitus Uei filius , der eingebohrneGottessohn, anfängt.
Union, die Vereinigung, der Verein; z. B. der Für-stenverein.
Unique (spr. ünihk'), einzig, einzig in seiner Art. Einberühmter Schriftsteller glaubt sogar das Deutsche ein-zig durch das Franz, unique erklären zu müssen, in-dem er zwar jenes gebraucht, aber dieses eingeklammertzur Erklärung beifügt. So weit war es mit der Verun-reinigung unserer Sprache schon gekommen, daß manbei einem allgemeinbekannten Deutschen Worte nichtverstanden zu werden besorgte, wenn man nicht dasihm antwortende Französische daneben stellte!
Unisono. S. Unisonus.
Unisonus, der Einklang; indeß wird dieses DeutscheWort von Einigen auch für Accord, von Andern fürHarmonie gebraucht. Was konnte Hcrdern bewe-gen, in folgender Stelle lieber das fremde Unison,als das Deutsche Einklang zu gebrauchen? „Er wirdsich mit andern, die ihn umgeben, in Unison setzen "
Uni tät, die Einheit.
Uni tarier, Eingötterer; Leute,'welche die Eiichcit Got-tes im eigentlichen und vollen Sinne des Worts be-haupten, folglich keine Mehrheit der Personen in demEinen göttlichen Wesen glauben. Indem Kant ischenLehrgebäude kommen auch Unitarier in der Lehre vonder Ewigkeit vor, und hier werden diejenigen damitbezeichnet, welche behaupten, daß am Ende alle Men-schen (nach vorhergegangener Reinigung durch verhält-nißmäßige Büßungen) der ewigen Seligkeit theilhaftigwerden sollen. Auf Deutsch könnte man sie die Allbese-liger nennen.
Universal oder universell, allgemein; also die allge-meine Geschichte oder Weltgeschichte; ein allgemeinesArzeneimittel (Universalrnedicin). Der Universal-erbe, ist der Haupt-erbe, dem das Ganze vermachtwird, wvvön er an die Mit-erben nur einzelne Ver-mächtnisse (Legate) auszuzahlen verpflichtet wird. EinUniversalgenie ist ein allgemeiner Kopf, der zu al-lem hervorstechende Anlagen hat.
Universale, ein allgemeines Ausschreiben.
Universalität, die Allgemeinheit.
Universität, die hohe Schule, mit Einem Worte, dieHochschule. Hochschüler fürZtucient findet sich in äl-tern Schriften.
Universum, das All oder Welt-all. Dieses letzte wirdvon A d. mit Unrecht verworfen. Falk sagt auch Wel-ten-all:
— Ein Gott, der dieses Welten-allMit Lieb' und Huld umfaßt.
Unterminiren; mir war bisher nur untergraben dafürbekannt gewesen, als ich bei Schiller unterhöhlenfand: „Sie hatten den Roman von Seiten des Mäd-chens unterhöhlt." Da der Begriff von graben den desHohlmachens nicht einschließt: so ist unterhöhlen be-stimmter und besser, als untergraben. Asfsprungmerkte Hiebei an; „Daß dieses Wort, wie fast alle Aus-drücke, welche Schilleren eigenthümlich zu sein schie-nen, Schwäbisch sei. Hinterher fand ich, daß auch Ad.es schon hat, aber nur für unten aushöhlen, und nurals ein im gemeinen Leben übliches Wort.
Unum idemque, einerlei, das Nämliche.
Uranographie, die Himmelsbeschreibung.
Urban und Urbanität. Unser höflich und Höflichkeit hak-ten ursprünglich mit jenem beiden fremden Wörtern ei-nerlei Bedeutung; jetzt nicht mehr. Denn nicht jedeHöflichkeit ist mit Urbanität gestempelt. Letztere schließtnämlich auch den Begriffder Feinheit oder Sittenfeinheitein, die mit der Höflichkeit nicht immer verbunden ist.
Im August des Modejournals ( 1793 .) steht ein Aus-satz mit der Ueberschrift: Ehrenrettung eines in ÜbelnRuf gerathenen Deutschen Worts; und das Wort, des-sen Verlorne Ehre hier wieder hergestellt werden soll,
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