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2 (1808) F - Z
Entstehung
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231
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Sedi

Sena

Sens

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Sena

Sedition, der Aufstand, Aufruhr.

Seditiös, aufrührerisch.

Seduciren, verführen.

Seducti on, die Verführung.

Segment,. 1. überhaupt ein ab- oder ausgeschnittenesStück; 2. insbesondere aber versteht man unter die-sem Worte in der Größenlehre ein solches Stück einerKreisfläche, welches von einem Bogen und einer Seh-ne eingeschlossen ist. Weil ein solches Stück nothwen-dig die Form eines Bogens haben muß: so könnte manes Bogenschnitt nennen. Burja hat das allgemeinereAbschnitt dafür angesetzt.

Sesour sspr. Sejuhr, in diesem und folgendem Worte dasj wie ein sehr gelindes sch), der Aufenthalt.

Sejourniren (spr. fejunttren), sich aufhalten, verweilen.

Seladon, Franz. Celadon, 1. als Eigenname, ein ver-liebter Schäfer; 2. Meergrün.

Select, auserlesen, z. B. eine solche Büchersammlung.Wird es, wie zuweilen geschieht, als Sachwert ge-braucht, so haben wir Auswahl dafür. Selecta, beieinigen Oberschulen ( 6 /mnasns) , die höchste Klaffe,der höhere Ausschuß der ersten Klasse.

Selenit, ein mondscheinfarbener Edelstein, mit EinemWorte, ein Mondstein. Jean Paul versteht unterSelenit einen Mondbürger.

Selenograph, der Mondsbeschreiber.

Selenographie, die Mondsbeschreibung.

Semei pro seraper, einmahl für allemahl.

Semestre (spr. Semester), ein halbes Jahr. Semestreästivum, das Sommerhalbejahr; 'hibernum, dasWinlerhalbejahr.

Semibrevis, ganze Taktnote. Esch enburg.

Semicolon, in der Sprachlehre, ein Strich (comma)und ein Punkt darüber. Man hat Strichpunkt undPunktstrich dafür versucht. Schon Schotte! sagte,Strichpünktlein.

Serni diameter, der Halbmesser.

Semtdor. S. Similor.

Semifusa, ein Scchszehntel in der Tonkunst. E sch e n b.

Semiminima, in der Tonkunst, Viertelnote. Eschenb.

Seminarist, Mitglied einer Pflanzschule. Pflanzschü-lcr, welches Stenzel dafür hat, könnte mißverstan-den werden.

Seminarium , die Pflanzschule.

Semiotic, derjenige Theil der Arzeneiwissenschaft, wel-cher lehrt, aus äußern Zeichen und Merkmahlen aufden innern Zustand des Körpers zu schließen; also dieZeichenlehre.

Semitonia, halbe Töne, oder Halbtöne im Verhältnißzu einem Vorhergehenden. Eschenburg.

Semivocal, ein Halblauter. Gottsched. Ein halberGrundlauter.

Senat, der Rath; und wenn der oberste Staatsrath ge-meint wird, der hoffe Rath oder der Staatsrath.

Senator, der Rathsherr.

Senatus consultum , der Rathsschluß.

Senior, 1. als Beiwort gebraucht, der altere; 2. alsSachwort (substanti v), der Aelteste, der Altvater,der Altmeister.

Seniorat, die Altvater - oder Aeltestenwürde, das Ael-testenrecht.

Sensalen, find Makler. Das Jtal. Wort Sensale, derZwischenhändler, wird von dem Lat. censualis, derSteuer-einnehmer hergeleitet.

Sensarie, so viel als Courtage, der Maklerlohn oderMaklerzins, Maklergebühr. S. Courtage.

Sensation, Sensibilität, Sentiment, sentimental,sentimentalisiren u. f. w. Ich habe schon langst in ei-ner besondern Abhandlung: lieber die nöthige Sorgesür die Erhaltung des Gleichgewichts unter den mensch-lichen Kräften (S. Allgem. Revision des Schul- undErziehungswesens III. B.), und nachher in der Preis-schrift: Ueber die Reinigung und Bereicherung derDeutschen Sprache, versucht, die mit den Wörtern:Empfindung, Gefühl, Empsindniß, Empsindlichkeit,Empfindsamkeit, und Empfindet«, zu verbindenden Be-griffe, auf eine dem Sprachgcbrauche und der Sprach-ähnlichkeit gemäße Art genauer und fester zu bestimmen:allein man hat diesen Versuch bis jetzt, so viel ich weiß,noch keiner Prüfung gewürdigct. Ich muß ihn dahernoch einmahl wiederholen.

Jede, auf uns selbst Bezug habende Vorstellung,welche unmittelbar durch einen äußern oder innernSinn erweckt wird, heißt Empfindung, und wenn siemit einer merklichen Lust oder Unlust verbunden ist,Gefühl.

Ist, der dabei wirkende Sinn einer der äußern, sowird die Empfindung eine sinnliche genannt; ist es hin-gegen der innere Sinn, oder mit andern Worten, wirddie Empfindung nicht durch Eindrücke von außen, son-dern von innen, durch Vorstellungen des Gbten oderBösen erweckt: so ist die Empfindung eine sittliche, undsie wird alsdann mit dem von Abbt'en erneuerten Wor-te, Empsindniß, belegt. Dieses Wort hat schon ge-gen Ende des vorigen Jahrhunderts der verkappte R ea«lis de Vienna gebraucht.Der Gemüths-unadcllöscht in uns die Menschheit, die allgemeine Empflnd-niß, ganz aus."

Die Empfänglichkeit zu Empfindnissen, oder die Fä-higkeit sittliche Empfindungen zu haben, ist Empfind-samkeit, in weitester Bedeutung genommen. Mit demWorte Empfindsamkeit hat Lessing uns beschenkt.

Allein in dieser weiten Bedeutung wird das WorkEmpfindsamkeit im gemeinen Leben nie, und auch sonstnur selten gebraucht. Gewöhnlich wird ein ungcmcinerGrad jener Empfänglichkeit oder vielmehr eine Fertig-keit in lebhaften sittlichen Empfindungen darunter ver-standen.