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Sacr
Sali
Sali
Sane
weihung eines jeden Hciligthums überhaupt genommen.Sacrilegus, ein Kirchen - oder Heiligthumsrauber.
Sacristei, das Kirchmzimmer des Predigers, worin zu-gleich die Kirchengcrälhc verwahrt werden. An einigenOrten ist das Wort Garwekammer, zusammengezogen,Garkammer, von Garwe, die Kleidung, dafür üblich.S. Brem. Wörterb. An andern Orten hat man Trcse-kammer oder Dresekammer dafür, von tresor, derSchatz, weil derKirchenschatz oder die kostbarenKirchen-geräthc allda verwahrt werden. S. Richey's Hainb.Idioticon.
Säcnlarisation, Säculum. S. Secularisation undSecnlum.
Sagaeitiit, eigentlich die Spürkraft, uneigentlich, dereindringende und erfinderische Verstand. Kant hates durch Nachforschungsgabe verdeutscht. Forschkraftdürfte besser sein, weil es sowol kürzer ist, als auch pas-sender zu sein scheint.
Saillant (spr. salljang), hervorspringend, uneigentlich tref-fend, schneidend, z. 25. dergleichen Witz.
Saillie (spr. Salljih'), der witzige Einfall, ein Witzwort.Diesen letzten Ausdruck hat Archenholz gebraucht.
Saison (spr. Säsong), die Iahrszeit. Dors de saison,zur Unzeit. Wenn aber von Gesundbrunnen die Redeist, so versteht man unter Saison die Brunnen- oderBadezeit, d.i. diejenige Jahrzeit, in welcher dieBrun-nen- und Bade-örter am meisten besucht werden.
Salariere (spr. Saladiähre), der Salatnapf.
Salamander, ein Feuergeist, d.i. ein Geist, der angeb-lich im Feuer lebt; auch ein Molch.
Salariren, besolden.
Salarium, Franz. Salaire, die Besoldung, der Gehalt,daö Jahrgeld.
Saldiren, abschließen (die Rechnung); welches geschieht,entweder indem der Ueberschuß (er sei auf welcher Seiteer wolle) baar ausgezahlt, oder auch auf neue Rech-nung übergetragen wird.
Saldo, der nach Abschluß der Rechnung und Gegenrech-nung, und nach Abzug der einen Hanptsumme von derandern, sich noch ergebende Ueberrest oder Ueberschuß.Dieser Ueberschuß wird, wenn er nicht gleich baar aus-gezahlt wird, auf die folgende Seite oder auf die neueRechnung mit den Worten übergetragen: pro Saldo,d. i. für Ueberschuß von vorstehender oder letzter Ab-rechnung. Das Wort Saldo wird aber auch als einBeiwort, für saldirt, gebraucht; z. B. meine Rech-nung mit ihm ist saldo, das heißt, das Soll und Ha-ben ( Debet und Lredit ) sind einander gleich, odermeine Rechnung mit ihm ist abgemacht, ich bin mit ihmauf dem Reinen.
Saline, ein Salzwerk.
Salivation, die Speichelung, das Speicheln oder dasSpeichelreizen. Speichelcur ist selbst halb undentsch.
Saliviren, speicheln. „Ich habe Leute gesehen, welcheso ungeheuer speichelten." Schlüter.
Salon (spr. Salong), der Saal.
Salms, der Sprung. Per saltum, sprungweise. Saltomortale, ein halsbrechender Sprung. Der Ausdruckwird vornehmlich uneigentlich von kühnen oder verwege-nen Sprüngen gebraucht, die in Urtheilen und Schlie-ßen begangen werden.
Salvegarde. S. Sauvegarde.
Salutation, die Begrüßung.
Salutiren, grüßen oder begrüßen.
Salva venia, mit Erlaubniß zu sagen, mit Ehren zumelden.
Salvatorium, der Schutzbrief.
Salviren, retten, in Sicherheit bringen.
Salvis eredkorum exceptionibus, mit Vorbehalt derEinreden von Seiten der Gläubiger. Salvo jure ter-tii, mit Vorbehalt der Rechtsansprüche eines jedenDrillen. Salva auctoritate judiciali, oder salvohonore judicis, dem oder des richterlichen Ansehensunbeschadet. Salva conscientia, mit gutem Gewis-sen. Salvis ulterioribus, mit Vorbehalt des Wei-tern. Salvo jure enjusvis, jedermanns Rechten un-beschadet. Salvo titulo, in gewöhnlicher AbkürzungS. T., wird in 23r iefen und Aufschriften gebraucht,wenn man den Titel desjenigen, an den man schreibt,entweder nicht weiß, oder ihn, um kürzer sein zu kön-nen, weglaßt. Unbeschadet des Titels, oder mitVor-behalt des Titels. Salvo errore calculi, unter derVoraussetzung, daß kein Rechnungsfehler obwalte; un-ter vorbehalten» Berichtigung etwaniger Rechnungsfeh-ler. Salvo jure quocunque , mit Vorbebalt jeglichesRechts. Salvus conductus, der Geleitsbrief, dasGeleit oder sichere Geleit.
Sän benito, eine mit Teufeln bemahlte Mütze, welche inSpanien den verurtheilten Ketzern aufgesetzt wurde, wennnian sie zum Scheiterhaufen führte; die Ketzermütze.
Sanciren oder Sanetioniren, bestätigen, zum Gesetzmachen, Gesetzeskraft ertheilen. S. Sanction. Eswäre zu wünschen, daß unsere Sprache das Wort gese-tzigen dafür anzunehmen beliebte, wozu sie durch dieAehnlichkeitsregel berechtiget wäre. Dann könnte mansagen: Der König wird heute im Oberhause erscheinen,um verschiedene Beschlüsse der beiden Häuser zu gesetzi- .gen. Der König hat diesem Beschlusse die Gesetzigungverweigert. Einige haben heiligen dafür beliebt: „Frie-drich hatte Abneigung gegen die Oeffnung der Leichnamebezeigt. Se. jetzt regierende Majestät heiligte seinen> Willen." Seile.
Sanet, heilig. Sanct Paulus, der heilige Paulus.
Sanction, in allgemeinen (nach Kants Erklärung), ei-ne willkührliche, für sich selbst zufällige Verordnung,d. i. die gesetzliche Bestimmung oder Anordnung solcher
Din-