Quin
Quom
Quin
gen , daß man bei allem, was dem Körper widerfah-ren könne, in ungestörter und vollkommener Ruhe blie-be. Der.Name ist aus Quies, die Ruhe, gebildet.
Quincaillerie (fpr. Kängkalljerih), kurze Waare.^
Quincunx. Diesen Lat. Ausdruck hört man noch oft, wennGelehrte oder Halbgelehrte von den Pflanzen der Bäu-me in quincuncem reden. Die Lateiner verstandendarunter diejenige Ordnung zweier oder mchrer gleich-laufenden Reihen von Bäumen, Weinstöcken u. dcrgl.,vermöge welcher immer drei Stück in zwei Reihen dieFigur einer Römischen V, und fünf Stück in drei Rei-hen zwei, mit der Spitze einander entgegengesetzte Fi-guren dieser Art bilden, z. B. auf folgende Weife:00000000000 N
000000
Man könnte auf Deutsch sagen: die Baume sind insDreieck, oder wenn von mehr als zwei Reihen die Re-de ist, ins Kreuz gepflanzt. Denn man sieht, daß dieReihen in obiger Ordnung, sich nach allen Richtungendurchkreuzen. In Medicus Zeitschrift, der unechteAkazicnbaum, flndc ich die R. a. ins Gefünfte da-für.-Baume ins Gefünfte pflanzen. Andere gebrauchendafür den Ausdruck im Verbände, welcher aber zu all-gemein ist, und nur andeutet, daß viele Baume, auchohne Ordnung, wie z. B. in Wäldern, neben einanderflehen, so daß ihre Aeste durchcinanderwachfcn, wodurcheine Verbindung unter ihnen entsteht.
Quinquennium, ein Zeitraum von fünf Jahren. EinJahrfünf würde zwar, nach Jahrhundert, richtig ge-bildet sein: allein es fällt nicht angenehm ins Ohr.
Quinquevir, ein Fünfmann, Fünfherr oder Fünfherr-fcher, d. i. einer von Fünfen, welche die höchste Ge-walt in Händen haben, wie z. V. vor kurzen die Frän-kischen Qirectoren.
Quinqnina (fpr. Kängkihna), sonst auch China, die Fie-berrinde ; auch die Peruanische genannt, weil sie ausPeru kommt.
Quinta, die fünfte Schulklasse.
Quintaner, ein Schüler der fünften Klaffe oder Drd-nung.
Quinte, 1. die fünfte oder feinste Saite auf einem Ton-werkzeuge; 2. der fünfte Ton von einem ersten, oderGrundton aufwärts gezählt; 3. ein Klang, der ausfünf zusammenstimmenden Tönen entsteht, der Fünf-klang. S. Sulzers Wörterbuch. 4. Uneigentlich ge-braucht man das Wort Quinte in der Mehrzahl fürRanke, z. B. in den R. a. Quinten machen, Quin-ten im Kopfe haben. Daher Quintenmacher, ein Ran-kemacher, ein Lurren- oder Lurdendreher. Wahrschein-lich eine Verwechselung mit Finten. S. dieses », Pra-nken.
2. Band.
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Quinterne, beim Lottofpiel, der unerhörte Glücksfall,da jemand alle fünf gezogenen Zahlen beim Einsetzen ge-troffen hat; ein Fünftreffer.
Quint-essenr, eigentlich der fünfmahl abgezogene Geisteiner Flüssigkeit; uneigentlich, das Feinste, Edelste undKräftigste von einer Sache. Bürger hat den Aus-druck Fünftelsaft dafür versucht, den aber A d. mitRecht verwirft, weil er unverständlich ist, und das,was er ausdrucken soll, nicht bezeichnen kann:Minnesold ist aller Freuden,
Aller Freuden Fünftelsaft.
Wieland hat paßlicher der Auszug (Extract) dafürgesagt: „Der Auszug und Inbegriff alles dessen, wasin der Natur Reizendes ist."
Quintett, in der Tonkunst, ein Fänfsang, Fünfgefangoder Fünfspiel.
Qnintufllnm, das Fünffache.
Quiriren, Lat. Quirites, die Römer; ein Name, wel-chen dieses Volk annahm, nachdem es die Sabiner be-siegt und mit sich vereiniget hakte, weil in dem Landederselben eine Stadt Cures oder Quiris lag.
Quit, los, bar, befreit, verlustig; auch ledig;
Des Leibes bist du ledig;
Gott sei der Seele gnädig.
Bürger.
Quitiren oder quittiren, (ausgesprochen, wie eS geschrie-ben ist) bescheinigen. Quitung oder Quittung, Franz.Quittance, der Schein oder die Bescheinigung. Abergenau genommen, sind diese Deutschen Ausdrücke wenter, als jene fremden; denn Bescheinigungen findenauch da Statt, wo von keiner Quitung die Rede ist.Der Arzt z. B. bescheiniget, daß jemand gesund oderkrank ist; der Prediger, daß jemand getauft ist u. s. w.Quitiren und Quitung können nur da gebraucht wer-den, wo eine Pflicht geleistet, oder eine Schuld abge-tragen wird. Man sollte also erledigen, die Erledi-gung, der Erledigungsschein, und wenn Geld der Ge-genstand ist, Zahlungsschein dafür sagen.
Quitiren (fpr. kitiren), verlassen, seinen Abschied neh-men, sein Amt oder seine Stelle niederlegen, abdanken.
Quittanee. S. Quitung.
Quodlibet, (aus quod, was, und Übet, beliebt oder ge-fällt, zusammengesetzt), ein Was-ihr-wollt, ein Aller-lei, etwas zusammengestöppeltes, ein Mischmasch. Manversteht darunter ein Gemählde, eine Zeichnung, eineSchrift, worin viele, sehr ungleich-artige Gegenstände,ohne zweckmäßige Verbindung und ohne merklichen Be-zug aufeinander, dargestellt oder dargelegt werden. Dasfremde Wort kann nur in der leickten oder scherzhaftenSchreib-art vorkommen, und da paßt der Deutsche Aus-druck ein Was-ihr-wollt eben so gut.
Quornodo , wie. Man sagt: er hat vergessen, uns dasQuomodo (das Wie) zu zeigen.
Bb Quote,