Quad
Quäs
Qual
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durch sich selbst vervielfältigen; 2. passen, oder zu-sammenpassen.
Quadro, ein Vierstück, d. i. ein Tonstück, welches nurfür vier Tonwcrkzeuge, folglich auch nur für vier Spie-ler gesetzt ist; auch „Viergesang, Vierspiel." Eschenb.
Quadrutnanen, vierhandigc Wesen, wie z. B. die Affen.
Quadrupeden, vicrfüßige Thiere; mit Einem WorteVierfüßler.
Quadrupel, vierfach; also eine Quadrupelalliance,ein vierfaches Bündniß, mit Einem Worte, ein Vier-verein.
Quadruplie, in der Rechtsfprache, die dritte Vcrant-wortungsschrift des Beklagten, welche der dritten Kla-geschrift des Klägers (der Triplic) entgegengesetzt wird.S. Qnplic.
Q.uadrupliciren, in der Rechtssprache, die dritte Ver-theidignngsschrift einreichen. S. Quadruplie.
Quadrupliren, vervierfachen.
Quadruplum , das Vierfache,
Quäker, Engt. Quaker, buchstäblich, ein Zitterer, d. i.ein Mitglied der von J o h. Fop im siebzehnten Jahr-hunderte in England errichteten Glaubenszunft (Lecte) ,welche an unmittelbare göttliche Eingebungen glaubt,und sich der größten Einfachheit in Lebensart und Sit-ten befleißiget. Der Name, Zitterer, ist ein Spottna-me, von der zitternden Bewegung entlehnt, worein die-se Leute, wenn sie Eingebungen zu haben glauben, zugerathen pflegen. Sie selbst nennen sich die Freunde,wobei sie sich auf den Ausfpruch Christi beziehen: Ihrseid meine Freunde, wenn ihr thut, was ich euch ge-boten habe.
Quäritur, es fragt sich, oder es entsteht die Frage.
Quüstio, die Frage. Quästio juris , die Rechtsfrage.
Quiistionis oder enquestion, auch quästionirt, z. B.der Mann quästionis, oder der Mann en question,oder der quästionirte Mann, kann bald durch unser,z, B. unser Mann (bis hat unter andern Wielandoft dafür gebraucht), bald durch im vorliegenden Fal-le, verdeutscht werden; z. B. Nicht von allen Wei-bern, sondern nur von dem in vorliegendem Falle, wirdbehauptet, daß u. s. w. Zuweilen kann man es auchwol wörtlich durch in der Frage übersetzen, z. B. derMann in der Frage. Wir könncii aber auch fraglich,von Frage abgeleitet, dafür gebrauchen. SoBertuch,wenn ich nicht irre, in der Ankündigung eines Allge-meinen Finde- oder Fundbuchs (Repertorii) derBücherkunde (Literatur) für die Jahre 1791—1795 :„Wir schlagen also den Weg der Pränuineration (Vor-auszahlung) ein, und nehmen auf jeden Band, so langeder Druck desselben dauert, 2 Thlr. 16 Ggr. Voraus-zahlung an, welche sich aber schließt, sobald der frag-liche Band fertig und geliefert ist." Einige haben auchin Rede stehend und in Frage begriffen, andere sogar
Quäs
befragt (das befragte Werk), aber das letzte ist zu zwei-deutig, als daß es Beifall verdiente; das erste habeneinige gute Schriftsteller zu gebrauchen nicht verschmäht:„Die in Rede stehende Erscheinung." Engel.
Quästioniren, einen, einem viele und mancherlei Fra»gen vorlegen, ihm mit Fragen zusetzen, ihn damit be-stürmen. Quästionirt wird auch eben so, wie eu que-stion oder quästionis gebraucht; z. B. der quästio-nirte Anspruch, d. i. der Anspruch in der Frage, derstreitige Anspruch, der fragliche Anspruch. S. Quästionis.
Quai (fpr. Käh), die gemauerte Einfassung eines Flussesoder Hafens, und die daran liegenden Straßen undPlätze. Wir haben das Work Kaje dafür, welches mitjenem fremden eins und ebendasselbe ist/ In Hamburgwerden dergleichen Straßen auf den Vorsätzen genannt.Ehemahls hatte man auch das gute Wort Stade da-für, welches jetzt nur noch in Gestade üblich ist. S.Frifch'ens Wörterbuch. Dis Wort ist seit einigerZeit in der Hamb. Neuen Zeitung mit Recht wieder iirUmlauf gebracht worden: „Es war eine unabsehliche
Wallfahrt aus allen Theilen der Stadt gegen die Thui-lericn, auf deren gegenüber liegenden Staden eine klei-ne Batterie spielte."
Qualification, die Beilegung oder Angabe der Eigeneschaften, l>ic Betitclung. S. QnaliLciren.
Qualificiren, 1. als Thatzeitwort, einer Person oderSache gewisse Eigenschaften oder Titel beilegen. Sogenommen, kann es bald durch benennen, bald durchbetiteln, bald auch, wenn man will, durch beeigen-schaften gegeben werden; nur daß dis letzte Wort schwer-fällig und übelklingend ist. Ich weiß nicht, wie ich die-se seine Aufführung benennen soll, oder welchen Na-men ich ihr geben, in welche Klasse ich sie setzen soll.Ich weiß nicht, wie ich den Mann betiteln soll. Einqualiücirter Mann, ist ein Mann der einen Titel hat,also ein betitelter oder bewürdeter, ein Mann von An-sehen, von Stande. 2. Als ein zurückwirkendes Zeit-wort, mit sich; z. B. sich zu etwas qnalikciren. Auchhier haben einige, z. B. der von Lessing'en bekanntgemachte Schlesische Dichter Scultetus, und unterden Neuern Wieland, gceigenschaftet oder beergen-schastet sein, für, sich qualificiren, oder qualificirtsein, einführen wollen. Ich selbst bin ehemahls einervon diesen gewesen ; und ich führte damahls zur Recht-fertigung an: daß ein schwerfälliges und übelklingendesDeutsches Wort doch immer besser für Deutsche sei, alsdas wohlklingendste fremde. In der Folge schien mirder Ausdruck geeignet sein, für qualifkirt, und sicheigenen oder eignen, für sich qnalikciren, eine in je-der Rücksicht bessere Verdeutschung zu sein; und ich hat-te das Vergnügen, diese Meinung, sobald ich sie geäu-ßert hatte, von vielen unserer besten Schriftsteller, selbstin einigen der ersten beurtheilenden Zeitschriften, z. B.
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