Meta
Metr
Metr
Mezz
Metaphysic, wird von Leibnitz'en durch Wesenlcyrcübersetzt. Allein dieser Name würde höchstens nur füreinen Theil derselben, die Ontologie, passen. Wolfnannte die Metaphpsic die Hauptwissenschaft, die On-tologie Grundwissenschaft. Am angemessensten aberscheint es zu sein, die Metaphpsic eine Lehre oder Wis-senschaft des Uebersinnlichen, und die Ontologie We-senlehre zu nennen.
Metaphysisch, übersinnlich. Ein übersinnlicher Begriff.
Metathesis, in der Sprachlehre, die Versetzung; bestimm-ter, die Buchstabcnversctzung.
Mecempsychosc, Lat. Metempsychosis, die Scelen-wanderung.
Meteor, eine Luft-erscheinung, ein Lustzeichen.
Meteorologie, die Lehre von Lust-erscheinungen, dieLuft-erscheinungslehre. Catel hat Luftkundc dafürangesetzt.
Methode , die Art und Weise, die LeHr-art oder Vor-tragsweise, die Verfahrungsart oder Verfahrungswci-se. Der verkappte Rcalis de Vienna hat Lehrwegdafür. Im gemeinen Leben wird auch das Wort Gangin diesem Sinne gebraucht. Er geht dabei seinen eige-nen Gang, sagt man, f. er befolgt seine eigene Methode.
Methodisch, regelmäßig oder vorschristmäßig; kunst-maßig, wissenschaftlich.
Methodisten, eine Art frömmelnder Schwärmer in Eng-land, die sich besonders in der Lehre von der Sinnesän-derung oder Bekehrung unterscheiden, wobei, ihrer Mei-nung nach, der Mensch sowol, als auch der auf diesenwirkende heil. Geists an eine von ihnen vorgeschriebeneVerfahrungsart (Methode) gebunden ist.
Metier (spr. Mctieh), 1. das Handwerk, das Gewerbe.Da, wo beide Wörter nicht edel genug sein möchten,kann man Beruf dafür sagen; also par metier, ausBerufspflicht, vermöge Berufs, aus Beruf. 2. EinGestell, oder Stuhl, worauf Band und dergl. ver-fertiget wird.
Metonymie, in der Sprachlehre, NamerwcrwechslunZoder Worwcrwechslung. Sulz er. Namenwechsel.Catel. Cludius glaubt, daß es besser durch llm-namung verdeutscht werde, weil, wenn man die Ursa-che, statt der Wirkung, einen Theil statt des Ganzen rc.setzt, die Namen oder Wörter eigentlich nicht verwech-selt würden. — Ich sollte aber doch glauben, daß eineSache umnamen und ihren eigentlichen Namen mit ei-nem andern verwechseln, so ziemlich auf eins hinaus-laufe. Uebcrdas ist Umnamung schwerfällig und übel-klingend.
Metrisch, pflegen wir durch gebunden oder in gebun-dener Schreib-art zu geben. Das Gegentheil (unme-trisch) nennen wir ungebunden; wofür Gedike auchbandlos gesagt hat.
Metropolit, derBischvf in einerHauptstadt, derHauvt-2. Land.
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bischof, auch wol der Erzbischof. Metropolitankirchealso, eine Hauptkirche oder eine erzbischöfliche.
Metrum, das Silbenmaß.
Meuhleu (spr. Möbeln), oderMohilien, Franz. Meuhles,bewegliches Gut, so wie Imriiobilien unbeweglicheGüter sind. Der veraltete Ausdruck fahrende Habe ver-dient der Vergessenheit übergeben zu werden, weil dasWcchselwort der thätigen Form (participium acti-vum) nicht in lcidentllcher Bedeutung (wie gefahren)gebraucht werden sollte. Fahrbare oder bewegliche Ha-be ist sprachrichliger. Man könnte auch die Zusammen-setzung, Fahrgut, danach bilden. In den meisten Fal-len ist Hausgerach, zusammengezogen Hausrath , dafürpassend und gebräuchlich. Im Holsteinischen hört mauauch Ingut, d. i. Gut, welches innerhalb des Hausesverwahrt wird, dafür.
Meum und Tuum, das Mein und Dein.
Meubliren (spr. möbliren), einrichten, mit Hausgcrathoder Hausrath versehen. Wenn der Verfasser dcrBer-linisch. Dramaturgie (Schauspiellehre) von einem „mitErfahrungen und Kenntnissen rneublirten" Kopfe redet:so hatte er füglich bereichert, oder geziert, oder aus-gerüstet dafür sagen können.
Mezzanine, in der Baukunst, ein Halbfcnster, sonst auchBastardfenster genannt, in großen Gebäuden, Fenster,deren Höhe der Breite gleich ist, oder gar nur f der-selben ausmacht. Sie werden theils in Halbgeschossen(Entresols), theils im Dache, auch wol unter großenHauptfenstern, z. B. in Kirchen, angebracht. Wennsie rund sind, so werden sie Ochsenaugen genannt. Abernicht bloß diese kleineren Fenster, sondern aucb ein nie-drigeres , mit dergleichen Fenstern versehenes Geschoß,zwischen höheren, wird Mezzanine genannt, und indieser Bedeutung genommen ist es einerlei mit Entresol,wofür wir im Deutschen Halbgeschoß sagen können.
Mezzo forte - piano , in der Tonkunst, etwas stark,—gelinde. — A mezza voce, mit halber oder gedämpf-ter Stimme. Efchenburg.
Mezzo termino, ein Mittelweg in uncigentlichcm Sinne.
Mezzotinto, wie es in dem Wörkerbuche der Franz.Acad. lautet, odcrMezzatinta, wie Sulzer es auf-geführt hat, gebrochene oder Mittelfarben. „Die Mah-ler verbinden mit diesem Worte eben nicht allezeit den-selben Begriff. Bisweilen wird es überhaupt gebraucht,jede Miltelsarbe, auch jede gebrochene Farbe auszudru-cken. Diejenigen aber, welche dem Worte eine etwasengere Bedeutung geben, verstehen darunter nur dieMittelfarbe, weiche gegen den Umriß eines runden Kör-pers an die helle Seite gelegt wird. Bei einer so un-bestimmten Bedeutung finden wir eben nicht nöthig, die-ses Wort aufzunehmen. Die verschiedenen Sachen, diedadurch angezeigt werden, haben wir in den ArtikelnMittclfarben und gebrochene Farben vorgetragen." Sul-zcr. Die Verfasser des Wörterbuchs der Franz. Aca-O dcmie