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2 (1808) F - Z
Entstehung
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1)0

Lumi

Luxe

Lyri

entbehren; denn einsichtsvoll, welches gewöhnlich da-für gebraucht wird, sagt oft zu viel.

Luminös, Franz, hunineux, lichtvoll, leuchtend. Disletzte hat Lavat er auch für schimmernd oder glän-zend, in uncigentlichem Sinne gebraucht:leuchtendeTalente (Natur - oder Kunstgaben)."

Lunaticus , ein Mondsüchtiger.

Lunatisch, mondsüchtig.

Lunation, Franz. Lunaisou, diejenige Zeit, welche derAnfang des Neumonds und das Ende des letzten Vier-tels einschließen. Catel hat Mondeswandelung da-für angesetzt.

Lunette (fjn*. Sitneft), das Augenglas, dicBrille. Auchin der Befestigungskunst wird das Wort Lunette ge-braucht, zwei kleinere sogenannte halbe Monde damitzu bezeichnen, welche auf den Seiten eines größer» an-gebracht werden, Auch für diese Bedeutung des Wortshat Catel Brille angesetzt.

Lusingando, in der Tonkunst, scherzend, einschmei-chelnd. Eschenburg.

Lustre (spr. Lüster), 1. der Glanz, 2. derKronleuchter.

Lustrum. Nach der Achnlichkeit der Zusammensetzungen:Jahrtausend, Jahrhundert, Jahrzehend, könnten wirJahrfünf dafür sagen. Allein in dieser Verbindungwürde das schon an sich unangenehme Wort fünf, weilder Ton darauf ruhete, vollends unausstehlich klingen.Ich glaube daher, wir dürfen und müssen umgekehrtdas Fünfjahr, wie Fünf-eck, Dreiblatt u. s. w. sagen.Mein zehntes Fünfjahr.

Luxation, die Verrenkung, das Verrenken.

Luxe (spr, Lüx'), Lat. Luxus. Ein allgemeines Wort,welches in jedem Falle statt dieses fremden gebrauchtwerden könnte, fehlt uns noch, wird und mag uns auchimmer fehlen, weil dieser Lateinische und FranzösischeAusdruck so vieldeutig, und in seinen Bedeutungen sounbestimmt ist, daß es weder niöglich noch rathsam seindürfte, ein ähnliches Deutsches Wort dafür zu bilden.Denn vieldeutige und unbestimmte Wörter gereichen we-der der Sprache, die sie hat, zur Ehre, noch dem Vol-ke, welches eine solche Sprache redet, zum Nutzen. Abertrotz dieses Mangels eines völlig gleichbedeutenden, ebenso schwankenden Wortes, können und müssen wir dochjenen Fremdling aus unserer Sprache ganz verbannen.Wir müssen es; wofern uns die Verunstaltung unsererSprache durch Wörter, die nie Deutsch werden können,und, was noch wichtiger ist, eine damit unzertrennlichverbundene Verwirrung der Volksbegriffe über einen Ge-genstand, der auf die öffentliche und häusliche Glückse-ligkeit einen so nahen Bezug hat, nicht ganz gleichgül-tig sind. Wir können es; weil kein Fall zu erdenkenist, in welchem wir denHauplbegriff und den jedesmahldamit verbundenen Ncbenbegriff, nicht durch irgend einWort hinlänglich auszudrucken im Stande wären. Wirhaben z.B. Aufwand, welches in der Zusammensetzung

Luxu

Aufwandsgesetzc brauchbar ist; Schwelaerci, wenn vomLuxus in Effcn und Trinken die Rede ist; Pracht-lie-be, Pracht-aufwand und Pracht-übertreibung, wennder Luxus in Kleidung, Wohnung und Verzierungenüberhaupt gemeint wird. Von dieser letzten Art des Lu-xus hat Sturz einmahl den dichterisch schönen Aus-druck, Prachtgeschwulst, gebraucht:Strafgesetze gegenden widernatürlichen Prachtgeschwulst." Allgemeinersind die Ausdrücke Uebermaß, Ueppigkeit und Woh-ligkeit. Das letzte Wort findet sich zwar nur in dcrN.D. Mund-art, und man sucht es daher in A d. Wörterbu-che vergebens; allein es ist schon von einigen unserer be-sten Schriftsteller, z. B. von Bürger'», gebrauchtworden, und es hat, so viel ich sehen kann, nichts,was uns abhalten müßte, es in die allgemeine Spra-che der Deutschen aufzunehmen. Das Getraide stehtsehr wählig, sagt man; wo der Lateiner sein luxuriareoder luxuriari zu gebrauchen pstegte. Das Wort Uep-pigkeit kommt dem Lat. Luxus in allgemeiner Bedeu-tung am nächsten, und kann in den meisten Fällen,vielleicht überall, da gebraucht werden, wo vom Luxusüberhaupt, und ohne nähere Bestimmung, die Rede ist.Ad. sagt zwar:Einige neuere Schriftsteller haben an-gefangen, das Lat. Luxus durch Ueppigkeit zu überse-tzen, dessen Begriff es doch auf keine Weise erschöpft.Ueppigkeit ist allenfalls ein sehr hoher Grad des Lu-xus." Allein dieses letzte Urtheil finde ich nicht gegrün-det, wenn gleich zugegeben werden muß, daß Ueppig-keit nicht in jedem Falle für Luxus gefetzt werdenkann. Es ist z. B. allgemein üblich von üppigen Ge-wachsen, vom üppigen Wachsthume der Pffanzen zureden, wo man nicht gerade einen sehr hohen Grad desLuxus, sondern nur luxuriirencke Gewächse schlecht-hin , darunter versteht. Geßner redet sogar von ei-ner gesunden Ueppigkeit, womit doch Nichts übermäßi-ges gemeint werden kann:Ein reiner Himmelsstrich,unter welchem alles mit gesunder Ueppigkeit aufblühet."Heynatz (im Antibarbarus) meint, daß das WortPrunk wol nicht ungeschickt sei, um Luxus auszudru-cken. Der Prunk, sagt er beispielshalver, vermehrtsich täglich. Mir scheint Ueppigkeit doch allgemeiner zupassen, weilPrunk nur aufPrachtliebe, nicht aber auchauf denjenigen Zweig des Luxus paßt, der inSchwcl-gerci besteht.

Luxuriös, schwelgerisch, üppig, wählig. S. Luxe.

Lyceum, bedeutet jetzt so viel als Gymnasium, eineOberschule.

Lympka, Blutwasser.

Lyrisches Gedicht, wörtlich übersetzt, ein Leiergedicht,d. i. ein Gedicht, welches zur Leier gesungen wird. Al-lein da sowol die Leier bei uns ein verächtliches Ton-werkzeug geworden ist, als auch der Umstand, daß mandiese Gedichte ehemahls mit der Leier zu begleiten psteg-te, kein wesentliches Kennzeichen dieser Dicht-art abge-ben