Immu
Impe
Immunis, frei, steuerfrei.
Immunität, die Befreiung von Abgaben, die Steuer-freiheit.
Immucable (fpr. immütabl), unveränderlich, unwan-delbar.
Immutabili tät, die Unveranderlichkeit, Unwandelbar-kett.
Immutation, Umänderung, Verwandlung.
Immutiren, umändern.
Impardonabel, unverzeihlich.
Imp.artial, unparteiisch.
Impartialität, die Unparteilichkeit.
IiHpasth’en , Franz, empäter, in der Kunstsprache, ver-teilen, d. i. i .die Farben dick und fett auftragen. Einwogl-irnpastirtes Gemählde ist ein solches; bei wel-chem die Farben reichlich aufgetragen sind. 2. DieFar-chon, jede auf ihren Ort, auftragen , ohne sie zu ver-
' schmelzen. Bei den - Kupferstechern heißt impastiren :die Puncte, welche mil dem Grabstichel und mit derNadel gemacht sind> mit den Strichen und Schraffi-erungen unter einander vermischen. S. H e yd e nr e i chsästhetisches Wörterbuch. . '
Impatientiren (sich), ungeduldig werden.
Impediment, daS Hinderniß.
Impenetrabel, undurchdringlich.
Impenetrabilitlit, die Undurchdringlichkeit. Wenn inder Naturlehre die Irnpenetrabilitat unter die allge-meinen Eigenschaften der Körper gezählt wird: so ver-steht man darunter diejenige Eigenschaft,, vermöge wel-cher da, wo ein Körper ist , nicht zugleich ein anderersein kann.
Irnpeusen, Kosten. Unkosten sind, was die Franzosenles faux frais nennen. Impensae necessariae, noth-wendige Kosten; — utiles, nützliche; — voluptua-riae, Lust - oder Pracht-aufwand.
Imperativ, in der Sprachlehre, die Befehlsweise, oderBefehlsform. In der Kantifchen Schule hört man vielvon emeat categorischen Imperativ, worunter dieunbedingte Befehlsweise der Vernunft, oder der unbe-dingte Vernunftbefehl verstanden wird. Die Ausdrü-cke: Imperativ der Sittlichkeit, moralischer Impera-tiv , Imperativ der Pflicht, Gebot der Sittlichkeit,praetischer und unbedingter Imperativ, deren der Stif-ter jener Schule sich gleichfalls zu bedienen pflegt, be-zeichnen ebendenselben Begriff.
Imperialpaptet, Papier von der allergrößten Form; Kai-serpapier. DaS Königspapier (Uo/alpapier) ist, wiebillig, etwas kleiner.
Irnperios, Franz, irnperieux, gebieterisch. „Diese Schriftwar in einem imveriösen Tone geschrieben." NeueStaatsanzeigen. La v ater hat auch befehlerisch dafürgesagt: „Er sprach in einem herrischen und befehleri-schen Tone." Auch herrisch kann dafür gebraucht werden,s. Land.
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Impersonale (namlicjj verbum), in der Sprachlehre,ein Zeitwort, bei welchem keine Person (ich, du,er re.)angegeben wird, z. B. eS regnet. Man hat daher der-gleichen Zeitwörter unpersönliche genannt. Weil sie abergleichwol die Form der dritten Person haben, so hatPopo witsch sie lieber drittpersönliche nennen wollen.
Impertinent, bezeichnet eigentlich eine Sache oder Per-son, die nicht so ist, oder nicht so sich betragt, wie siesein oder sich betragen sollte, also ungebührlich. Dannwird eS auch für unbescheiden, unverschämt und grobgebraucht. Ein impertinenter Mensch (Franz, un 'im-pertinent), ist ein Grobian, ein unverschämter Ge-selle, ein Flegel.
Impertinenz, Franz. Impertinence, die Ungebühr oderUngebührlichkeit, Unverschämtheit, Grobheit, Verwe-genheit, Flegelei.
Impetrant, in der Nechtssprache, der Belangende oderBelanger, der Kläger.
Impetrat , der Belangte, oder Beklagte. Dis letzte gibtaber freilich einen Doppelsinn, denn eS kann auch denBedauerten bedeuten; und man sollte daher lieber derAngeklagte sagen. Allein jeneS ist üblich, und zwarnicht bloss im gemeinen Leben, sondern auch in gutenSchriften:
Beklagter sprach: von seinem GeldeWard langst ein Drittel abgesetzt. U tz.
Impetriren, erlangen.
Impetuös, heftig, hitzig.
Impetus, Impetuosität, der Ungestüm, die Hitze, dirHeftigkeit.
Impietät, die Gottlosigkeit.
lmpingiren, verstoßen, z. B. gegen ein Gesetz.
Implaeabel, unversöhnlich.
Implaeabilität, die Unversöhnlichkeit.
Impliciren, 1. einschließen, z. B. der eine von diesenSätzen schließt den andern ein; 2. verwickeln, z. B.er ist in diesen Handel mit verwickelt.
Implicite, steht dem explicite entgegen. Wenn also die-ses so viel als ausdrücklich, entwickelt, den Wortennach und offenbar heisst: so kann jenes durch nichtausdrücklich, unentwickelt, der Sache nach und ver-steckt gegeben werden. „Du hast dis zwar nicht aus-drücklich oder den Worten nach, aber doch der Sachenach, mit beschworen." Zuweilen könnte man für im-plicite auch wol eingehüllter oder eingeschlossener Wei-se, und für explicite enthüllter Weise, oder schonvöllig enthüllt oder entwickelt sagen; z. B. nach derMeinung der altgläubigen GotteSgelehrten empfangendie Kinder bei der Taufe den Glauben, zwar noch ni ntenthüllt oder entwickelt, aber doch eingeschlossener Weise
Implorant, in der Gerichtssprache, derjenige, der gegeneinen andern den Schutz der Obrigkeit oder der Gesetzeanruft; also der Anrufer oder Anflehet, der Schuc«suchet.
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