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Hydr Hype Hype Hypo
bent humoristischen (launichtcn) Werken desselben wahr-zunehmen. Jener hat Laune, diese sind mit Laune ge-schrieben.
Hydraulic , ist vonBurja durch Wasserkraftlehre ver-deutscht worden.
Hydrographie, die Wasserbeschreibnng; d. i. derjenigeTheil der mathematischen Erdbeschreibung, welcher vonder Kenntniß und Beschissung des Meeres, und den da-zu crfoderlichcn Werkzeugen, z. B. dein Kompaß, han-delt.
Hydrographische Karten, sind See-karten.
Hydrometer, der Wassermesser.
Hydrophobie, die Wasserscheu.
Hydropisie, die Wassersucht.
Hydrostatie. Ich hatte in der Preisschrift Wasscrwä-gekunst dafür angesetzt. Burja hat nachher Wasscr-standlehre dafür vorgeschlagen.
llydroteelmic, die Waffcrbaukuust.
Hyctometer, ein Regenmaß oder Regenmesser. Gcrst-ncr will lieber Regenzeiger oder Rcgenweiser dafür ge-sagt wissen.
Hygrometer, der Feuchtigkeitsmesser; nicht Wärme-messer, wie in Kindcrlings Werke durch einenDruckfehler steht. Gerst»er möchte lieber Nassezei-ger oder Nasseweiser dafür sagen.
Hygroscop, der Feuchtigkeitszeiger; nicht Warmezei-ger, wie in dem eben angeführten Werke gleichfalls durcheinen Druckfehler steht.
Hymen, 1. in der Fabellehre, der Ehegott; 2. in derLehre von, menschlichen Körper, das Jungferhäutchen.
Hymne, Lat. Hymnus. Wir haben das Deutsche WortLobgesang dafür eingeführt. Freilich fallt bei dieserVerdeutschung ein ipcscntlicher Bestandtheil des Begriffs— das nämlich ein Lobgcsang auf die Gottheit gemeintwerde — weg; allein das fremde Wort druckt diesenNebenbegriff eben so wenig aus, denn es heißt weiternichts, als Gesang; und wir sind schon gewohnt, jenenähere Bestimmung bei Lobgesang eben sowol als beiHymne hinzuzudenken. — Christ, v. St 0 ll b erghat Feiergesang dafür gebraucht:
Erde, du Mutter zahlloser Kinder und Amme,Sei mir gegrüßt! Sei mir gesegnet im Fcier-
gesange!
S. auch Ode.
Hyperbel, in der Redekunst, eine Uebertreibung. Ver-größerung, welches Sulz er dafür vorschlug/drucktden Begriff zu schwach aus.
Hyperbolisch, übertrieben oder übertreibend.
H yperboreisch , gegen Norden oder Mitternacht sich be-sindend, nördlich, mitternächtlich. HyperboreischeVölker, Nvrdvölker.
Hypercritic. Rü d i g e r hat Ueberkunstrichterei dafürangegeben. Ueberkrittelei würde etwas kürzer und min-der schwerfällig sein.
Hyperorthodox, überglaubig; in Scherz, dichglanbig.
Hyperorthodoxie, der Ueberglaube, oder die Ueber-glaubigkeit, in Scherz, die Dickglaubigkeit.
Hypochondrie. Der Deutsche Ausdruck, Milzsucht,der einzige, den wir bisjetzt dafür hatten, ist in dop-peltem Betrachte fehlerhaft; denn 1. ist nicht gerade dieMilz, sondern vielmehr das Nervengebäude überhaupt,und besonders der ganze Unterleib, der eigentliche Sitzdieses Uebels; und 2. verbinden wir mit Milzsucht dieNebenbegriffe der Lieblosigkeit, des Scheelsehens, derBitterkeit u. s.w., welche zwar wol oft, aber doch nichtimmer mit der Hypochondrie verbunden zu sein pste-gen. Wenigstens machen diese Nebenbegriffe es in denallermeisten Fällen unrhunlich, diesen Deutschen Aus-druck zu gebrauchen; ungeachtet er In denjenigen Fällen,wo jene Nebenbegriffe nun einmahl mit ausgedruckt wer-den sollen, unstreitig an seiner rechten Stelle steht, z.B.: „Die Menschen sind nicht, wie der Schäferdichtersie schildert; aber auch nicht, wieder milzsüchtige Murr-kopf sie sieht." Theophron. Allein wer möchte vonsich selbst sagen: daß er an der Milzsucht leide; odereinen andern fragen: ob er etwa milzsüchtig sei? Da,wie gesagt, der Hauptsitz dieser Krankheit im Unterleibeist, und dieser auch der Bauch genannt wird: so wür-de man wol ganz richtig bauchkrank und die Bauch-krankheit dafür sagen können, wenn es nicht noch an-dere Krankheiten des Unterleibes, z. B. Colic, gäbe,an die man gleichfalls dabei denken könnte. Nerven-krank und Nervenkrankheit sind auch zu allgemein. Ichweiß daher vor der Hand keine andere, als umschrei-bende Deutsche Ausdrücke dafür anzugeben: er leidetam Unterleibe; er ist nervenkrank im Unterleibe; erleidet an schwachen Eingeweiden u. dergl. Auch da§veraltete, seit einiger Zeit aber wieder in Umlauf ge-kommene Griesgram kann oft recht gut dafür gebrauchtwerden, wenn nämlich mehr die mürrische Gemüthsstim-mung, als die Ursache derselben, die körperliche Zer-rüttung bezeichnet werden soll. „Wenn er sie gntlau-nig mit ihrem Griesgram aufzog." Dertel. Kanthat die unbestimmte Hypochondrie ( hypochondriavaga), d. i. die Schwäche, sich krankhaften Gefühle»überhaupt, ohne einen bestimmten Gegenstand, muthloszu überlassen, nicht übel die Grillenkrankheit genannt.Ein anderer Schriftsteller hat den Ausdruck Grübel-kraukheit dafür gewählt: „Ein paar Becher Wein hal-fen mir aus mancher Grübelkrankheit." Beckers Er-holungen.
Hypocrisie , die Heuchelei.
Hypocrit, der Heuchler.
Hypodidascalus , ein Uuterlehrer.
Hypomocblium, in der Natnrlehre, der. feste Punkt,auf dem der Hebel ruhet. Könnte man nicht derHebe-punkt dafür sagen? Andere, z. B. Gehler, habenUnterlage dafür angesetzt.
Hypo-