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2 (1808) F - Z
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Fort

Fran

Fran

Fortuna, (Franz, kortunefpr. sortühn'), das Glück, dieGlücksgöttin».llncrklärbar ist es, warum cin Deut-scher lieber sagen mag: er sucht sein fortiin, als, er-sucht sein Glück." Stutz. Ja wol unerklärbar! Aberes gibt ja des Unerklärbarcn bei uns mehr. Stattder Franz. R. a. ü In forlune du pot, könnten wirfüglich: auf gut Tvpfglück sagen.

Forums, das Glück. Die Sprachmenger gebrauchen die-ses Wort unter andern in der R. a. einen ü la fortn-ne du pot einladen, d. i. einen auf gut Topfglückeinladen.

Forum, der Gerichtshof, Gerichtsstand, die Behörde.Das letzte Wort bezeichnet in Allgemeinen das, wohinetwas gehört, also siorum competens, oder das be-fugte Gericht. Forum inconipetens, ein unbefug-tes Gericht. Dis gehört nicht vor mein komm, d. i.vor meinen Richterstuhl, ich bin nicht befugter Richterin dieser Sache. Er hat ein anderes sonnn, einenandern Gerichtsstand , als ich. Er kann sich fein ko-mm, seinen Richter, wählen. Forum contractus,der Gerichtshof des Orts, wo der Vertrag geschlossenwurde. Forum delicti commissi, der Gerichtshofdes Orts, wo das Verbrechen begangen wurde.

Fossilien, Bcrggut.

Foule (spr. Fulc), die Menge, der Haufe oder Haufen.Diejenigen, welche Haufe für fehlerhaft , und Haufenallein für richtig erklären, sehen sich gleichwol genöthi-get beide Formen gelten zu lassen, weil der Sprachge-brauch die erste in einigen R. a. zum Beispiel, zu Hau-fe bringen, allgemein eingeführt hat.

Fourage (spr. Furage), die Fütterung, besser das Fut-ter oder Pfcrdefutter.

Fouragirung (spr. Furagirung), die Futter-einholung.Es wurde eine große Futter-einholung oder Futtcr-auf-suchung vorgenommen.

Fouragiren (spr. fnragircn), Futter einholen. Abkon-rngireu, abmähen. Die Feinde haben das unreifeGetraide abgemähet.

Fourrier (spr. Furrihr), der Mustcrschreiber.

Fourniren (spr. furniren), mit etwas versehen, aushel-fen, an die Hand gehen; etwas verschaffen, reichen.In der Sprache der Tischler, etwas auslegen, oder mitetwas belegen. Fournirte Arbeit, ausgelegte.

Fractur, gebrochene Schrift. In der Sprache der Buch-drucker , Deutsche Schrift. S. antiqua.

Fragil, gebrechlich.

Fragili tät, in eigentlichem Sinne, die Zerbrechlichkeit: inuncigcntlichem, die Gebrechlichkeit.

Fragment, ein Bruchstück.

Fraiciienr (spr. Fräschöhr), in der Mahlerei, dic Frisch-heit, besser die Frische, wie die Schwarze, die Blaueu. s. w. Sonst auch die Kühle, wenn z. B. von fri-scher oder kühler Luft die Rede ist.

Franeliement (spr. fransch'maug), freimüthig, frei her-

aus. Au Luthers Zeiten sagte man auch sreimündig,welches in Grunde bezeichnender, als freimüthig ist.Ein Frcimündiger, der kein Blatt fürs Mmisagt G e o r g Wie el, LuthersZeikgcnoß. S. TellersAbh. über die Verdienste einiger mit Luthcrn gleichzeiti-gen theologischen Schriftsteller um die Deutsche Sprache,in den Berlinischen Beitragen zur Deutschen Sprach-kunde.

Franchise (spr. Fransmies'), die Freimüthigkeit, Offen-herzigkeit, Offenste il.

Franco , freigemacht oder frei. Der Brief geht näm-lich, wenn das Postgeld einmahl dafür bezahlt ist, frei,d. i. ohne daß weiter etwas dafür bezahlt zu werdenbraucht, bis zum Empfänger. In einigen Fällen auchposifrei, z. B. Ich schicke es Ihnen für diesen Areis vost-frei zu; sonst heißt postfrei eigentlich, wofür kein Post-geld gegeben werden muss.

Frankiren, freimachen; das Postgeld bezahlen.

Frangen (spr. Frangen), der Fadensaum. K i i: d e r ling.Wir haben aber auch das mit Frauge verwandte Deut-sche Wort Franse, nur daß es von dem Französischenfast schon verdrängt ist.

Franzosen. Das Schicksal, welches dieses Wort seit ei-nigen Jahren hatte, hing mit der Ebbe und Fluth derFranzösischen Skaaksumwälzung genau zusammen. Alsdas Volk, welches diese Benennung führte, im Jahr1789. seine alte Verfassung, und mit ihr seine altenGebräuche, Sitten und Volkseigcnthümlichkeiten ab-schüttelte, und nun als ein neugeschaffenes, dem altengar nicht mehr ähnliches Volk von ganz Europa ange-staunt ward, fühlte jeder das Unpassende der vorigenBenennung, und das Bedürfniß einer neuen, weil dieehemahligen Franzosen aufgehört hatten, das zu sein,was wir bei diesen Namen zu denken gewohnt waren.Der Name Franzose wurde daher fast nicht mehr gehört,indem der eine diesen, der andere jenen neuen Namendafür gangbar zu machen suchte. Als aber mildem Endeder Schreckenregicrung der öffentliche Geist sich allmählichwieder zu den alten Formen, Sitten und Gebräuchen zuneigen schien, als die Bürger wieder Herren, die ehe-mahligen Herren wieder Marquis, Chevaliers, Vi-comtes u. s. w. zu heißen anfingen; und es nahe daranwar, daß, wo nicht das Königthum, doch etwas ähn-liches in Frankreich wieder herqcstcllt werden würde,schlich auch der verbannte Name Franzose allmählich wie-der zurück, und die neuen Benennungen verschwanden ineben dem Maße, in welchem das Alte zurückkehrte. Der>8. des Fruchtmonats (1797.) schien den Fortschrittender Rückwälznng ein Ziel zu setzen; und seit diesem Ta-ge ward auch die alte Benennung wieder seltner gehört.Die neuen Namen, welche man dafür in Vorschlag ge-bracht hat, sind: 1. Frankreicher. So wurde Frank-reichs Volk schon ehemahls von den Appenzcllern genannt.S. Asfsprungs Reise durch die Schweiz. AufWie-

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