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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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worth bei Kimberley, Südafrika, ermittelt wurden, zwar ein Jalirvorher, aber um dieselbe Jahreszeit. Dort bewegten sich die Maximal-temperaturen im December und Januar, von einigen bewölkten Tagenabgesehen, zwischen 60° und 70°, gingen an einzelnen Tagen aberauch über 70°, an einem Tage sogar bis 75°. Trotzdem haben diedort lebenden Europäer von Insolation kaum etwas zu befürchten.Niemand schützt in ängstlicher Weise seinen Kopf durch einenSonnenhut, auch bei angestrengter Arbeit in der Mittagshitze nicht,und doch habe ich niemals .etwas von G-esundheitsbeschädigungendurch Insolation gehört. Ich bin deswegen davon überzeugt, dassdie Insolationsgefahr im Usambara-Gebirge mindestens stark über-trieben ist. Was mir davon im Gebirge selbst mitgetheilt wurde,fand regelmässig durch Malaria und Malariarecidive anderweitigeErklärung.

Was das Klima von Usambara im Uebrigen betrifft, so mussman dasselbe als ein sehr angenehmes und der Gesundheit zuträg-liches bezeichnen. Die Lufttemperatur ging während meines Aufent-haltes, also in der heissesten Jahreszeit, nicht über 25°. Nachts fielsie auf 12° und selbst 10°. Die Morgen und Abende sind kühl, fürdas Gefühl des Tropenbewohners fast zu kühl. Aber gerade dieseTemperaturdifferenzen wirken sehr erfrischend und bewahren denEuropäer vor der Erschlaffung, welche sich in Folge der ewig gleich-massigen Wärme in den tropischen Küstenländern so leicht einstellt.In der kalten Jahreszeit liegt die Gesammttemperatur um einigeGrade niedriger und die Tagesdifferenz ist etwas geringer. DasMinimum der Lufttemperatur geht dann auf 68° herab. Unter 6°ist die Temperatur, solange meteorologische Beobachtungen gemachtwerden, noch nicht gesunken. Bei der starken Abkühlung in derNacht ist der Feuchtigkeitsgehalt der Luft zur Abend- und Nacht-zeit ein erheblicher. Aber sobald die Sonne erscheint, wird die Luft-feuchtigkeit geringer und geht gegen Mittag bis 50% und selbst 40 %herunter; es sind dies dieselben Verhältnisse, wie sie uns überallim Gebirgsklima begegnen. Anhaltende Nebelbildungen, welche intropischen Gebirgen so oft Vorkommen und den dauernden Aufent-halt daselbst verleiden, unter Umständen sogar unmöglich machenkönnen, kommen im Innern des Usambara-Gebirges nicht vor, nuran einzelnen Randbergen sollen die Nebel gelegentlich lästig werden.

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