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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Parteien schroff gegenüber, von denen die eine annimmt, dasSchwarzwasserfieber müsse als Malaria mit den grössten zulässigenChinindosen behandelt werden, die andere dagegen, dass kein Chiningegeben zu werden braucht. In neuerer Zeit sind sogar einzelneStimmen laut geworden, welche behaupten, dass das Chinin beidieser Krankheit selbst schädlich wirken könne, weil es bei Menschen,welche durch Malaria bereits geschwächt sind, geradezu eine Hämo-globinurie, das lieisst Absonderung von blutig gefärbtem Urin, ver-anlassen könne.

Meine eigenen Untersuchungen sind an 16 Kranken angestellt,die ich im Krankenhause zu Daressalam beobachtet habe. Es warensämmtlich typische Fälle von Schwarzwasserfieber, welche ich vomBeginn der Krankheit bis zum völligen Ablauf derselben verfolgenkonnte.

Drei von diesen Fällen verliefen tödtlich, was einer Mortalitätvon etwa 19 % entsprechen würde. Diese Zahl stimmt nahezu übereinmit einer Berechnung, welche aus einer grösseren Zahl von Fällenabgeleitet ist. Dies sind 75 Fälle, über welche ich von der Medicinal-Abtheilung des hiesigen Gouvernements Angaben erhalten habe.Von denselben sind 16 gestorben, entsprechend einer Mortalität von21 % In Bezug auf die Krankheitssymptome kann ich nur das be-stätigen, was von Anderen darüber mitgetheilt ist.

Die Todesursache war in zwei von meinen Fällen eine Ver-stopfung der Harnkanälchen durch geronnenes Hämoglobin. Dieselbekann offenbar nur ganz im Beginn der Krankheit, wenn das Hämo-globin in sehr koncentrirter Lösung durch die Nieren geht, zu Standekommen. Daraus geht aber hervor, dass in solchen Fällen dasSchicksal des Kranken schon in den ersten Stunden seiner Krankheitbesiegelt ist und dass die Unterdrückung der Nierenthätigkeit (Anurie),welche dem eigentlichen Anfall so oft folgt und immer zum tödt-lichen Ende führt, durch keines der bekannten harntreibenden Mittelzu beseitigen ist.

In dem dritten tödtlichen Fall von Schwarzwasserfieber tratdas Ende schon während des Anfalles ein und zwar nicht, wie esVorkommen soll, in Folge zu reichlicher Ausscheidung von Hämo-globin, denn es wurden im Ganzen nur etwa 400 ccm blutigen Urinsentleert, sondern unmittelbar in Folge des massenhaften Zerfalls von