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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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wurden, die Malaria arg gewiitliet hat, und ich konnte selbst in Moliorounter etwa 30 Chinesen bei flüchtiger Untersuchung zwei Malaria-fälle konstatiren. Ganz besoders empfänglich scheinen die frisch zu-gereisten Inder zu sein, wovon ich mich an der aus Indern bestehen-den Musikkapelle in Daressalam überzeugen konnte. Dieselbebesteht aus 17 Personen, von denen im Laufe von einigen Monatensechs recht schwer an tropischer Malaria erkrankten. Und dochleben in Daressalam und in den meisten Küstenorten Hunderte vonIndern, welche hier schon seit Jahren ansässig sind und ganz gesundzu sein scheinen.

Wenn man alle diese Beobachtungen zusammenfasst, und ausser-dem das, was ich früher über die Beziehungen der halbmondförmigenKörper zur Malaria gesagt habe, berücksichtigt, dann muss man zuder Ueberzeugung gelangen, dass es eine wirkliche Immunität gegendie tropische Malaria giebt, welche den Küstennegern theilweiseangeboren sein mag, von denjenigen aber, welche aus anderen ma-lariafreien Ländern eingewandert sind, erst erworben werden muss.Wir sehen auch hier wieder eine merkwürdige Analogie zwischender Malaria und dem Texasfieber, bei welcher Krankheit wir ganzähnlichen Verhältnissen begegnen. Ich möchte dieser Analogie so-gar noch weiter folgen und die Hoffnung aussprechen, dass ebensowie beim Texasfieber auch bei der tropischen Malaria eine künst-liche Immunität dermaleinst zu erreichen sein wird.

Die tropische Malaria ist an und für sich keine so gefährlicheKrankheit, wie man gewöhnlich annimmt. Unter den 63 von mirbeobachteten Fällen befinden sich allerdings zwei tödtlich verlaufene.Dieselben kamen mir aber erst zu Gesicht, als sie schon sterbendwaren. Vorher waren sie garnicht oder unzweckmässig behandelt,und ich zweifle nicht, dass auch diese beiden Fälle, wenn sie zurrichtigen Zeit diagnosticirt und in zweckmässiger Weise mit Chininbehandelt wären, hätten geheilt werden müssen. In allen übrigenvon mir beobachteten Fällen wurde die Malaria durch Chinin leichtund schnell beseitigt. In der Regel genügt 1 g Chinin, um die Pa-rasiten aus dem Blute verschwinden zu lassen. Die Wiederkehrder Fiebertemperatur ist damit allerdings noch nicht ausgeschlossen,denn es kommt meistens noch zu einem letzten Anfall, welcher aberschwächer ist und keinen so regelmässigen Verlauf hat wie die