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Steppe zur Küste gebracht war. Derselbe lässt auf einen oder mehrereInfektionsherde in den sumpfigen Niederungen am See schliessen.
Auch im Ruaha-Gebiet scheint es sich nicht nur um einen engbegrenzten Herd zu handeln, sondern um eine lange Strecke desFlusslaufs, da Dr. Stierling in Iringa in einem kürzlich erstattetenBericht Mittheilungen über eine Kinderkrankheit machte, die un-zweifelhaft Surra ist und am oberen Lauf des Ruaha in der Nähevon Bueni vorkommt.
Der früher erwähnte Versuch, die Surra künstlich auf Esel zuübertragen, hat folgendes Ergebniss gehabt.
Es wurden zwei einheimische Esel, sogenannte Massai-Esel undzwei Bastarde von Massai- und Maskat-Eseln zugleich mit einemKind, zwei Kälbern, zwei Hunden und einigen Ratten geimpft, undzwar in der Weise, dass Surra-Blut in eine kleine Hautwunde amOhr gebracht wurde. Bei sämmtlichen zuletzt aufgezählten Thierenerschienen nach 12—14 Tagen die Surra-Parasiten im Blute, eszeigten sich in der Folge die bekannten Krankheitserscheinungender Surra, unter welchen alle bis auf das Kind und ein Kalb, welchebeide noch krank sind, starben. Von den vier Eseln ist bis jetzt,d. h. drei und einen halben Monat nach der Impfung, keiner krankgeworden und bei keinem wurden bei den vielfach wiederholtenBlutuntersuchungen Surra-Parasiten aufgefunden. Hiernach scheinenMassai- und Bastard-Esel, welche für Transportzwecke hier zu Landewohl ausschliesslich in Betracht kommen, in der That gegen Surraimmun zu sein 1 ). Um volle Gewissheit hierüber zu erlangen, müsstendiese Thiere allerdings noch in Surra-Bezirken längere Zeit dernatürlichen Infektion ausgesetzt werden.
Davon, dass Maulthiere gegen eine derartige natürliche Infek-tion nicht geschützt sind, konnte ich mich in den letzten Tagen aneinem Thier überzeugen, welches längere Zeit in Uhehe, und zwarausschliesslich im Gebiet des Ulanga-Flusses als Reitthier gedienthatte. Dasselbe war krank zur Küste zurückgebracht; es Avar gänz-lich abgemagert, hatte geschwollene Hinterbeine und stark anämischeBeschaffenheit des Blutes, in welchem bei wiederholten Unter-suchungen Surra-Parasiten in reichlicher Anzahl gefunden Avurden.
*) Anmerkung: In Mombassa Avill man ebenfalls die Beobachtung ge-macht haben, dass die Massai-Esel von der Tsetse-Kxankheit nicht ergriffen werden.