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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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in Deutsch-Ostafrika, nur eine sehr geringe Ausbreitung zu haben.Schon wenige Meilen von der Küste entfernt hört man nichts mehrvon Viehseuchen, die auf das Vorhandensein von Texasfieberscliliessen lassen könnten. Dies hat seinen Grund aber einfach darin,dass von der Küste nach dem Innern zu ein viele Tagereisen breiterStrich Landes folgt, in dem so gut wie gar keine Rindviehzuchtgetrieben' wird. Die daselbst wohnenden Völkerschaften musstenschon seit vielen Jahren in Folge der Raubzüge der Massais undanderer Stämme die Viehzucht vollständig aufgeben.

In dem endemischen Gebiete findet sich überall, soweit ich bisjetzt darauf achten konnte, die Rinderzecke, und zwar scheint esdieselbe Art zu sein, welche Smith und Kilborne als die Vermittlerinder Infektion anselien. Die hier gesammelten Exemplare entsprechenvollkommen der Beschreibung und den Abbildungen, welche dieseForscher gegeben haben. Wenn das Vieh aus dem Innern frischgebracht wird, ist es frei von Zecken; aber schon wenige Wochenspäter ist es mit vielen, oft Hunderten von Zecken, gewöhnlich amHalse, am Bauch und an der Innenseite der Oberschenkel besetzt.

Nimmt man die erwachsenen Zecken ab und setzt sie in einGlas, dann legen sie nach einigen Tagen eine erstaunliche Zahl vonkleinen braunen Eiern ab, aus denen nach etwa vier Wochen diejungen Zecken auskriechen.

Die Frage, ob durch diese jungen Zecken die Krankheit über-tragen wird, konnte ich im endemischen Gebiet nicht ein wandsfreiexperimentell in Angriff nehmen, aber ich beabsichtige, nach demtexasfieberfreien West-Usambara junge Zecken aus Daressalam zubringen und dort Infektionsversuche damit anzustellen. Ich glaubedies unbedenklich thun zu können, da bei dem Klima von West-Usambara ein Einnisten des Texasfiebers nicht zu befürchten ist.

So wie die Verhältnisse jetzt liegen, kommt Alles darauf an,dass das endemische Gebiet des Texasfiebers keine weitere Aus-breitung nach dem Innern zu gewinnt. Dies lässt sich nur dadurcherreichen, dass ein Verbot erlassen wird gegen den Transport vonKüstenvieh nach dem Innern. Es ist dies bereits geschehen durcheine in Abschrift hier beigefügte Verordnung des Gouvernements.

Ferner ist es notliwendig, mit dem aus dem Innern zur Küstetransportirten Vieh so zu verfahren, dass es einen möglichst geringen