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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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clem ich darauf aufmerksam gemacht hatte, fand es sich, wie diesauch beim amerikanischen Texasfieber der Fall ist, zwar nicht inallen, aber doch in den meisten Fällen. Bei den Obduktionenzeigte sich der Urin in der Blase ausnahmslos stark blutig gefärbt,und wiederholt wurde mir Urin vorgezeigt, welcher von den er-krankten Thieren abgesondert war und eine dunkelrothe, fastschwarze Farbe aufwies.

Bei der Untersuchung der gefallenen Tliiere konnte ich allevon den amerikanischen Forschern als besonders charakteristischfür das Texasfieber bezeichneten Veränderungen konstatiren. DasBlut war sehr dünnflüssig und hatte einen deutlich gelblichen Farben-ton. Das Unterhautfettgewebe, Muskulatur und alle Organe zeigtenneben hochgradig anämischer Beschaffenheit ebenfalls eine unver-kennbare ikterische Färbung. Die Milz war stark vergrössert, zwei-bis dreimal so dick als bei gesunden Thieren; ihre Substanz warschwärzlich braunroth gefärbt, sehr weich. Die Leber war ebenfallsetwas vergrössert, hatte eine gelbliche Farbe, was besonders auf derSchnittfläche hervortrat, welche ein blass gelblich marmorirtes Aus-sehen zeigte. In der Gallenblase fand sich regelmässig eine ganzdickflüssige Galle, welche wie ein dünner grüner Brei aussah. DieAmerikaner haben die so beschaffene Galle treffend mit zerkäutemGras verglichen. An den übrigen Organen fand sich ausser demblutig gefärbten Urin, einer etwas dunkleren Färbung der Nieren-rinde und fleckiger Röthung der Schleimhaut des vierten Magens,des Duodenum und theilweise des Dünndarms nichts Auffallendes.Die mikroskopische Untersuchung der Organe ergab nur für dieLeber einen sehr charakteristischen Befund, auf welchen die ameri-kanischen Forscher bereits hingewiesen haben. In der Umgebungder intralobulären Venen sieht man in mehr oder weniger weitemUmkreis die Leberzellen stark verändert; sie nehmen den Farbstoffnicht mehr an, stellenweise sind auch ihre Kerne nicht mehr färbbar,so dass man sie als abgestorben ansehen muss. Ihre Umrisse sindaber noch deutlich zu erkennen an den sie netzförmig umspannen-den Gallenkapillaren, welche mit einer gelbglänzenden soliden Masseangefüllt sind. Stellenweise sind die Gallenkapillaren so stark undgleichmässig gefüllt, dass es so aussieht, als wären sie künstlich miteiner gelbgefärbten Leimmasse injicirt, um sie sichtbar zu machen.