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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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ob die Abwehrmaassregeln, wie sie jetzt in der Präsidentschaft aus-geübt werden, wirklich den Werth besitzen, den man ihnen zu-schreibt, oder ob der Grund für die Abnahme der Epidemie in dengrossen Städten nicht vielmehr in dem natürlichen Gang der Seuchezu suchen ist, während die Maassregeln daran nicht oder doch nurin beschränktem Maasse betheiligt sind. Sollte sich aber bei nähe-rer Untersuchung eines solchen Seucheausbruchs, wie anzunehmenist, heraussteilen, dass nur die mangelhafte Anwendung der an undfür sich guten Maassregeln die Schuld an dem unerwarteten Umsich-greifen der Pest getragen hat, dann wird es nicht minder lehrreichsein, die Fehler, welche gemacht wurden, kennen zu lernen, um siegegebenen Falles vermeiden zu können. Es scheint mir allerdingsnicht erforderlich zu sein, dass die Kommission das vollständige Er-ö sch eil der Epidemie abwartet, aber solange sich noch so wichtigeEreignisse abspielen, wird sie dieselben doch in Indien selbst beob-achten und womöglich an Ort und Stelle untersuchen müssen, dasie aus der Ferne betrachtet schwerlich im richtigen Lichte erschei-nen werden.

Eine weitere Aufgabe, welche die Kommission noch zu erledigenhat, besteht darin, dass sie ein möglichst zuverlässiges Urtheil überdie Yersinsche Serumbehandlung der Pest und die HaffkineschePräventivimpfung zu gewinnen sucht. Ganz abgesehen von derFrage, ob diese Methoden für die Praxis jemals eine grosse Bedeu-tung gewinnen werden, so haben sie doch ein so hohes wissenschaft-liches Interesse und es wird ihnen von der ganzen gebildeten Weltsoviel Aufmerksamkeit geschenkt, dass es eine Lücke in dem Werkeder Kommission bilden würde, wenn dieselben nicht in vollem Um-fange gewürdigt werden. Die Kommission hat auch von Anfang an,wie aus dem ersten Berichte derselben hervorgeht, diese Aufgabein ihr Programm aufgenommen und bereits vor meiner Ankunft eineAnzahl orientirender Experimente ausgeführt. Sie glaubte aber, dassweitere Untersuchungen wegen der langen Zeit, welche sie bean-spruchen würden, besser in Deutschland auszuführen seien; dazukam noch, dass es an Versuchsthieren mangelte. Letzteres Hinder-niss ist jetzt glücklicherweise beseitigt, da mit der zurückkehrendenBevölkerung Bombays sich auch die Thierhändler wieder eingefun-den haben, mit deren Hülfe die Versuchstliiere zu beschaffen sind.

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