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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Immunität erzielt werden könne, inficirte ich 3 Thiere mit je 1, 2und 5 ccm Kinderpestgalle und gab ihnen 10 Tage darauf 0,2 ccmKinderpestblut. Alle 3 Thiere erkrankten in der Folge an schwererRinderpest; das Thier, welches 5 ccm Galle erhalten hatte, genas,die anderen beiden starben.

Es folgt aus diesem Versuch, dass eine Injektion von wenigerals 10 ccm Kinderpestgalle nicht genügt, um ein Rind gegen Rinder-pest zu immunisiren.

Meine Versuche über die Immunisirung mit Serum von ge-salzenen (immunisierten) Thieren sind noch nicht so weit abge-schlossen, dass ich ein definitives Urtheil über das Miscliungsver-hältniss von Serum und Rinderpestblut abgeben kann, aber ich habeso viel Anfragen in Bezug hierauf erhalten, dass es mir zweck-mässig erscheint, jetzt schon über das zu berichten, was sich mirbisher als das beste Miscliungsverhältniss ergeben hat.

Ich benutze das Blut von Thieren, welche die Rinderpest über-standen haben, und überzeuge mich durch eine Nachinjektion von20 ccm frischen Rinderpestblutes davon, dass dasselbe auch wirklichimmunisirt. Das Blut wird durch Venaesektion aus der Vena juga-laris entnommen und in gut gereinigten verscliliessbaren Glasgefässenaufgefangen.

Es bleibt 24 Stunden an einem möglichst kühlen Ort stehenund darf in dieser Zeit nicht angerührt werden. Es hat sich dannein Gerinsel gebildet, welches in dem abgeschiedenen Serumschwimmt. Dieses Serum wird mit einer Saugpipette abgenommenund sofort im Verhältniss von 1,0:100 ccm mit frischem Rinderpest-blut gemischt, d. li. es kommt auf 99 Theile Serum 1 Theil Rinder-pestblut. Diese Mischung bleibt ungefähr 12 Stunden bei gewöhn-licher Temperatur stehen, und muss dann von Zeit zu Zeit umge-schüttelt werden. Nach Ablauf dieser Zeit werden dem zu im-munisirenden Thier 20 ccm dieses Gemisches am Halse injicirt.Man erhält auf diese Weise eine gewisse Grundimmunität, dieselbeist zwar erheblich niedriger als die durch die Galleninjektion er-zielte, aber man kann sie sehr rasch durch weitere Blutinjektionenhinauf treiben. Ich habe zu diesem Zwecke am 7. Tage nach der1. Injektion 1 ccm, wieder 7 Tage darauf 20 ccm Rinderpestblut ge-geben. Leider ist es mir bis jetzt nicht gelungen, das Serum ausser