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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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527
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Die Römer kn der Zeit der Umwälzungen und der Bürgerkriege. 527

eingriff. Die Unzufriedenheit mit den staatlichen Verhältnissen hatteeinen solchen Grad erreicht, daß sie Viele zum Bruche mit aller bürger-lichen Ordnung trieb und das, was in der Ordnung nicht mehr zufinden war, in einem auf Raub und Gewaltthat beruhenden Lebensuchen hieß. Diejenigen, die auf diesen Weg gerathen waren, erschienensich und Anderen als die entschiedensten Anhänger der mit Vernichtungbedrohten Nationalität. So galt denn Antipater, indem er die Gegnerder Ordnung bekämpfte, als ein Werkzeug fremder Unterdrückung. Erfiel als ein Opfer des Hasses durch Vergiftung. Seinen Söhnen gegen-über gewann für einige Zeit Antigonus die Oberhand während der An-wesenheit der Parther, deren Hülfe er gewonnen hatte und die für ihnJerusalem eroberten. Hyrkanus, der ungeachtet seiner Würde und seinerAbstammung als Angehöriger der edomitischen Partei erschien, wurde,da er in Antigonus' Hände gefallen war, verstümmelt, damit er zu seinemAmte untauglich würde, und Phasael, der gleichfalls gefangen worden,tödtete sich, um der Ermordung zu entgehen. Antigonus war durchsein Anschließen an die Parther zugleich ein Feind der Römer gewordenund ihr Schutz konnte daher seinem Gegner Herodes nicht entgehen,der sich denn auch, nachdem die Triumvirn ihn im Jahre 39 als Königanerkannt hatten, bald im Besitze der Herrschaft sah, da die Siege desVentidius und Antonius die Parther vertrieben und bei der ErstürmungJerusalems Antigonus fiel. Die neu erworbene Macht schien nur durchAusrottung der hasmonäischen Familie und durch Unterdrückung, allernationalen Bestrebungen so wie durch ein enges Anschließen an die rö-mischen Machthaber gesichert werden zu können. Obgleich früher Hero-des durch Verheirathnng mit Mariamne, der Tochter von Aristobulus'zweitem Sohne Alexander, seinen Einfluß zu stärken gesucht hatte, wurdenjetzt alle noch lebenden Angehörigen der Familie, und darunter auch seineGattin, Opfer seines Argwohns. Zu dem Kampfe gegen die Personenkam ein Kampf gegen Sitten und Einrichtungen, wie ihn einst ausähnlichen Gründen die Seleuciden geführt hatten. Er verfügte will-kührlich über die hohepriesterliche Würde, der er eben so wenig als demSynedrium irgend eine Bedeutung ließ. Fremder Sirte Herrschaft imLande zu Verschaffen, führte er römische Lustbarkeiten ein und um den-jenigen, die hierdurch zum Widerstande gereizt werden konnten, dieUnterstützung der Menge zu entziehen, beschäftigte er diese durch viel-fache Bauten. Daß die Gedrückten und Verfolgten bei den RömernSchutz fänden, wußte er durch Unterwürfigkeit und Schmeichelei gegenAntonius und Kleopatra zu verhindern und nach ihrem Stur; behaupteteer sich durch ein gleiches Verhalten gegen Octavianus, zu dessen Ehreer eine an der Seeküste erbaute Stadt Cäsarea nannte. Nachdem He-rodes an einer furchtbaren Krankheit gestorben war, kam sein Vermächt«