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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
Seite
146
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14g Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern.

mit heidnischen Frauen neue Gefahr bereitet sah. Von derselben Trauerwurde zu Susa durch die Nachricht von jenen Verhältnissen ein edlerJude, Nehemiah, der des Königs Mundschenk war, erfüllt. Dieser, im !Handeln nach Außen rüstiger und kräftiger als Esra, erwarb in günsti-ger Stunde sich von dein Könige die Erlaubniß zur Auswanderung nachder Heimath und wurde sogar von demselben zum Statthalter überJndäa ernannt. Er brachte neues Leben in das Geschäft des Bauesund nach seinem Beispiel bauten Alle an der Mauer der Stadt. DenAngriffen der Gewalt und List, die der Statthalter Sanballat in Sa-maria gegen ihn richtete, begegnete Nehemias mit dem Schwerte undmit der Sprache der Wahrheit. Nachdem man so die Stadt, das ,Schwert in der einen, die Mauerkelle in der andern Hand, gebaut hatte, !war der letzte Kampf für die persische Zeit bestanden. Nehemias hattedie auf das Aeußere gerichtete Aufgabe erfüllt und Esra trat hervor,den Ausbau innerlich zu vollenden. Der Bund Gottes mit dem Volkewurde erneuert, die religiöse Wißbcgierde neu erregt, die Stimmungder Buße und Neue erweckt und die dem Glauben und der Sitte schäd-liche Verbindung mit den Heiden vielfach aufgehoben. Das Gewonnenezu sichern bildete sich als oberster Leiter der Angelegenheiten ein hoherNach nach dem Muster des Nathes mit welchem sich Moses umgebenhatte. Die innere Fortbildung der Erkenntniß des Berufes ist dasWerk des Propheten Malachias, der die Unzulänglichkeit der Gottesver-ehrung im alten Bunde zeigt und das Volk antreibt, durch treue Er-füllung der Forderungen auch des unvollkommenen Gesetzes sich auf dieHerrschaft des höheren vorzubcreiten.

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Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern.

1. Mittelst des Uebergangcs aus Asien nach Europa erreicht dieWeltgeschichte in den Griechen das Volk, das der Nachwelt in allenBeziehungen die reichhaltigsten Aufschlüsse über sein eignes Wesen selbstgegeben hat. Nicht allein, daß wir von ihm selbst Nachrichten über den IVerlauf seiner eignen Begebenheiten haben, es hat auch die Bilder,welche die umgebende Welt in seiner Seele erregte, in Werken bilden-der und redender Kunst verkörpert und die Anschauungen, die es imGebiete der Sittlichkeit und der Wissenschaft gewann, zu Systemen ver-einigt und in Schriften niedcrgelegt. Während die weltgeschichtlichen jVölker des vorderen Asiens hinsichtlich ihrer Schicksale und ihrer Eigen- !thümlichkcit größtentheils durch das, was die Griechen von ihnen be-richtet, für uns aus dem Dunkel des Alterthumö hervortreten, haben