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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Babylonier und die Assyrier-

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lichen Einheit und lieferte so die Vorbereitung für jene noch tiefereEinigung, zu welcher das Christenthum die Völker berief. Dieser Vor-zug und diese Bestimmung erklären es, warum die Schöpfungen diesesWillensstärken Volkes ebenso die Zeit seines Reiches weit überdauerten,wie sein Geist sich in den Werken seiner Schriftsteller für die Nachweltausspricht.

Die Babylonier und die Assyrier.

1. Unter den asiatischen Ebenen, welche durch vier Paare von Zwillings-sirömen, den gelben und den blauen Fluß, den Indus und den Ganges, denOrus und den Jarartes, den Euphrat und den Tigris bewässert werden,haben die der letzten beiden Ströme den Gang der Geschichte von denursprünglichen Sitzen der Menschheit dem Bereiche des Mittelmeeres'zugeleitet. Auf die Ebene des Euphrat und Tigris, die sich jetzt vorder Mündung zu dem Strome Schat-el-Arab vereinigen, noch zu Alexan-ders Zeit aber getrennt mündeten, in das Land Sinear, setzt die heiligeSchrift das Ereigniß, durch welches während eines Vorrückcns von Ostennach Westen eine entscheidende Sonderung nach Stämmen und Sprachenbegann und die große Stadt dieser Ebene, Babylon, besaß zur Zeit ihrerhöchsten Blüthe in dem Thurme des Belus ein Denkmal, welches mit derbiblischen Ueberlieferung vondem Thurmbaue in Verbindung gebracht werdenkann. Die in der Geschichte bekannte Bevölkerung des Landes gehörtzu der bis nach Syrien ausgedehnten aramäischen Abtheilung des semi-tischen Stammes und heißt in der heiligen Schrift Chasdim, nach grie-chischer Umformung Chaldäer. Sie bewahrte nach einheimischen Ueber-liefernngen, die ein kurz nach Alexander lebender babylonischer Priester,Berosus, in einem griechischen, nur durch Mittheilungen Anderer be-kannten Werke aufbewahrt hat, das Andenken einer Sündflut, das siean den Namen des aus derselben geretteten Königs Xisuthros knüpfte.Eine große mit ihr vorgegangene Veränderung ist die von der heili-gen Schrift und von griechischen Schriftstellern bezeugte Niederlassungeines eingewandertcn Stammes, der dort ein hamitischer und hier einlibyscher d. h. afrikanischer genannt wird. Als der Führer desselbenwird Nimrod genannt, dessen nach der hebräischen Sprache auf den Be-griff des Abfalls deutender Name zu beweisen scheint, daß der fremdeStamm in Folge einer in seiner Heimath vorgegangenen Entzweiungausgewandert sei. Als der Ausgangspunkt desselben muß nach den An-deutungen, welche die Religion der Chaldäer über einen Zusammenhang