Die Griechen re. bis zum Tode Alexanders d. Gr. Zgi
eine gewisse Selbstständigkeit gelassen worden, beendet war, dachte Arta-rerres auf ernstlichere Bekämpfung Aegyptens, und Pharnabazus, derdamit beauftragt wurde, erbat von den Athenern die Zurückberufung desim Dienste von Akoris Nachfolger Nektanebus I. stehenden Chabriasund die Überlassung des Jphikrateö für den Dienst des Königs. Nack-langen Rüstungen lief die persische Macht in den Nilarm von Mendesein und, als Jphikrates rasche Fortschritte machte, zeigte sich Pharna-bazus eifersüchtig und argwöhnisch, hinderte denselben, auf Memphisloszugehen und, da ein völliges Zerwürfniß eintrat, entwich Jphikratesim Jahre 374 aus Aegypten und stand, obgleich ihn Pharnabazus inAthen als Ursache vom Mißlingen des Feldzuges verklagen ließ, baldan der Spitze einer athenischen Flotte im Kampfe gegen die Spartanerin den westlichen Gewässern Griechenlands. Die folgenden Ereignissein Griechenland gaben dort den Feldherrn volle Beschäftigung, abernach der Schlacht bei Mantinea erscheint Chabrias wieder, ohne daß derathenische Staat ihn gesandt hat, im Dienste eines neuen ägyptischenFürsten Tachos als Befehlshaber der Flotte und der alte Agesilaus suchtbei der Erschöpfung, die seinem Staate eine Kriegführung mit eigenenMitteln nicht gestattet, Befriedigung seiner Thateulust, indem er sich demTachos zur Uebernahme des Befehls über das Landheer anbietet. Diebeiden Führer verhalten sich verschieden gegen Tachos. Agesilaus fühltsich dadurch, daß -ihm statt der ganzen Landmacht nur die Miethtruppenanvertraut werden, gekränkt, und schließt sich, während Chabrias ihnvergeblich davon abzuhalten sucht, einem neuen Bewerber um das ägyp-tische Königthum, einem andern Nektanebus, an und, als er nach dessenBefestigung den Rückweg angetreten, stirbt er in einem Hafen des cyre-näischen Gebietes, dem Hafen des Menelaus, im Jahre 360.
XIII
Die Griechen, die Macedomcr und die Perser von der Schlachtbei Mantinea bis zum Tode Alexanders des Großen.
1. Im eigentlichen Griechenland machte nach der Schlacht beiMantinea die Auflösung den weiteren Fortschritt, daß nun auch vonAthen die Glieder seines Bundes sich trennten und so die letzte Kraftgebrochen wurde, welche dem Eingreifen einer fremden Macht begegnenkonnte. Zu gleicher Zeit erlangte das maccdonische Reich durch denschöpferischen Geist eines Königs die Ausbildung, vermöge deren es sich,während Theben und Sparta vergebliche Versuche der Erhebung machten,die Hegemonie in Griechenland aneignete. Der neue Bund Athensmit den Seestaaten hatte, seit Sparta gesunken, keinen Zweck mehr,