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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zur Schlacht bei Mantinca.

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darin so viel geleistet, daß seine Werke als ächte Erzeugnisse seiner Zeitbei seinen Zeitgenossen ganz besonders in Ansehn standen. Aristophanesist der genaue Beobachter der bedenklichen Wendung, welche das Lebender Athener genommen hat, blickt mit Sehnsucht zurück in die an feinerBildung minder reiche, aber einfachere, der Entwicklung wahrer Größegünstigere Zeit der marathonischen Helden und, obgleich an Keckheit undUebermuth der Sprache, des Witzes, des Spottes, der Laune der Phan-tasie als Kind seiner Zeit kennbar, greift er schonungslos und über dasMaß des Richtigen nicht selten hinausgehend Personen und Bestrebungenvon der schwachen Seite an, wenn auch das Fehlerhafte, das er zusehen glaubt, eine unvermeidliche Folge der gegebenen Verhältnisse ist.

10. Das genaueste Bild der Zeit gibt ihr Geschichtschreiber Thucy-dides. In seiner Seele hat der Anblick des großen Krieges, der überdas Gelingen oder Mißlingen der seitherigen athenischen Bestrebungenentscheiden mußte, einen Ernst der Betrachtung geweckt, der die Quellender menschlichen Handlungen in Charakter und Lage der Personen auf-sucht und deren Einwirkung auf die allgemeinen Verhältnisse und Zu-stände entdeckt. Er beschränkt sich auf die Geschichte des großen Kriegesund faßt in'ö Auge, was für die Entscheidung der Frage nach der He-gemonie von Wichtigkeit ist. Dadurch erhält das Werk die Einheit einesgroßen Dramas und nimmt den Vorzug in Anspruch, künftighin nochals Belehrung über den Zusammenhang menschlicher Begebenheitendienen zu können. Es entspricht seiner Aufgabe aber durch die Ge-nauigkeit und Wahrheit des Erzählten, welche in dessen Uebereinstimmungmit dem Charakter der Handelnden und den Gesetzen der Natur eineinnere Bürgschaft finden. Aber so frei er von sophistischer Willkühr ist,zeigt er seine Uebereinstimmung mit seiner Zeit durch das Verzichtenauf jeden Versuch, ein göttliches Walten über den Geschicken der Men-schen nachzuweisen. Der Standpunkt, auf welchem Anaragoras in Be-trachtung der Natur steht, ist auch der seinige für die Betrachtung dermenschlichen Geschicke.

Die Griechen von dem Ende des peloponnesischen Kriegesbis zur Schlacht bei Mantinea.

1. Nach dem Kriege, der Athen zu Sparta's Füßen gelegt hatte,erhielten die ehemals zum athenischen Bunde gehörigen Städte sparta-nische Besatzungen, von Harmosten befehligt, und die Verfassung gestaltetesich allenthalben oligarchisch, indem je zehn Männern die Ausübung der

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