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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Urgeschichte.

1. Zu dem Ziele, welchem die Menschheit von Gott cntgegenge-führt wird, steht in unmittelbarster Beziehung das Ercigniß, welchessich durch die Worte: Ehre sei Gott in der Höhe^und Friede auf Erden,den Menschen die guten Willens sind, angekündigt hat. Die zweiHälften, in welche durch dasselbe die Weltgeschichte getheilt wird, sinddaher auch von so wesentlich unterschiedenem Charakter, daß bei derBetrachtung einer jeden gerade ihr Unterschied vor der andern denwichtigsten Gegenstand bildet, über welchen die Geschichte Aufklärungzu geben hat und es gibt für die Geschichte, wenn jede Erscheinung ihrvolles Licht erhalten soll, in Betreff der vorchristlichen so wenig als derchristlichen Zeit einen andern als den christlichen Standpunkt. Wieaber derjenige, welcher die Herrschaft des Todes gebrochen, auf denjeni-gen, durch welchen der Tod in die Welt gekommen, zurückweist, hat dieGeschichte auf dem genannten Standpunkte mit der Erschaffung desMenschen, wodurch die Erde der Schauplatz der Geschichte geworden,zu beginnen. Wollte sie die Zeiten, bis zu welchen die ältesten Nach-richten über Gründung der Staaten nicht hinaufreichen, von ihrem Ge-biete ausschließen, so würde das, was jene Nachrichten bieten, nur umso unverständlichere Bruchstücke bilden, indem für das Erste, was siezu berichten hätte, eine Menge von Voraussetzungen fehlte. Sie würdeso gerade dasjenige aufgeben, für dessen Kunde in der heiligen Schrift;die zuverlässigste, auch durch menschliche Forschung - nicht erschütterte/vielmehr durch den Fortgang der Wissenschaft immer von Neuem gegenBedenken und Zweifel vertheidigte Grundlage gegeben ist. Daß das-jenige, was die heilige Schrift von der Urgeschichte des Menschenberichtet, als ein Theil der im israelitischen Volke erhaltenen und fort-gepflanzten Offenbarung vor allen Thatsachen der Geschichte die größteGewißheit hat, ist eine für diese Wissenschaft außerhalb ihres Gebietesgegebene Voraussetzung, und wenn dieser Bericht eine Verwandtschaftmit den Erzählungen anderer alten Völker über die Urzeit zeigt, so ge-nügt es nicht, ihn mit denselben in eine Reihe zu stellen und ihm alsdem Erzeugniß des in diesem Stamme auf den Ursprung der Mensch-heit gerichteten Nachdenkens nur den Vorzug größerer Einfachheit, Fol-gerichtigkeit und Naturgemäßheit zuzugcstehen. Es dienen vielmehr jene