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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Griechen im pcloponncsischen Kriege.

nächst stehenden Personen angegriffen. Die Milesierin Aspasia, mit derer sich nach Trennung von seiner zweiten Gemahlin verbunden, hatteer gegen die Anklage der Gottlosigkeit mit Erfolg vertheidigt, aberPhidiaS starb im Kerker und Anaragoras aus Klazomenä, der durchThalcs begründeten Schule jonischer Philosophen angehörig, wurde ver-bannt. Nichtsdestoweniger steht Pcrikles den spartanischen Zumuthungengegenüber wieder befestigt da und die auf seinen Nath erfolgte Zurück-weisung derselben entscheidet den Ausbruch des Krieges, der vom athe-nischen Standpunkte aus der peloponnesische genannt wird.

XI

Die Griechen im pcloponncsischen Kriege.

1. Als der Krieg einmal ausgebrochen war, ließ sich die Beendigungdesselben kaum von etwas Anderem als dem Untergange eines der strei-tenden Theile erwarten. Denn es handelte sich nicht um eine Forderung,durch deren Erfüllung von der einen, durch deren Aufgebung von derandern Seite der Gegenstand des Kampfes beseitigt worden wäre. Wasdie Kämpfenden, wenn es auch nicht ausgesprochen wurde, gegen einandertrieb, war das beiderseitige Verlangen, sich gegen Beschränkung zusichern. Dieser Zweck war aber nur in der Unterdrückung des Gegnersvöllig zu erreichen, da die anderseits verfolgten Richtungen nicht will-kührlich gewählt waren, sondern mit den Stammescigenthümlichkeitenund den Verfaffungsarten in einer so nothwendigen Verbindung standen,daß jeder der beiden Gegner bei dem andern nicht einmal die Möglich-keit eines Einlenkens in eine andere Bahn annehmen konnte. Dazukam, daß die vorhergehenden Reibungen einen Grimm erzeugt hatten,der im Laufe des Krieges sich zu stark kund gab, um nicht immer vonNeuem dem Wunsche nach Frieden, wenn er auf der einen Seite lautwurde, auf der andern Seite ein Hinderniß zu bereiten. Hiernachmußte der Krieg ein langwieriger werden, da die Kräfte, über welchebeide Parteien zu verfügen hatten, so verschiedener Art sie auch waren,sich doch lange Zeit das Gleichgewicht halten konnten. Sparta verfügteüber den peloponnesischen Bund so wie Bövtien, Phocis, das opuntischeLokris und die achäische Stadt Pellene, Athen über den Bund der See-staaten als seine Unterthanen, so wie über die selbstständigen Bundes-genossen Platää, Naupaktus, Zakpnthus, Cephallenia und Corcyra.Im Laufe des Krieges wurden auch noch andere Griechen vorüber-gehend in den Kampf verwickelt. Ganz unbctheiligt blieben nur dieAchäer mit Ausnahme Pellene's. Thessalien stand nach der Stimmung