Dic Perser-
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und persischen Königen in hohem Ansehen steht, ist der Träger einerüber die heidnischen Völker erweiterten Offenbarung, wobei jedoch seineganze Anschauung auf dem künftigen messianischen Reiche ruht. Dagegensind Jeremias und Ezechiel die Propheten ihres Volkes in seinem erstenUntergang. Ezechiel ist der Genosse der Auswanderung Jojachins undder Lehrer seines Volkes in der babylonischen Gefangenschaft, der inseinem größten Gesichte den menschgewordenen Gott über das Weltallherrschen sieht, daß alle Menschen ihm in freier Unterordnung dienen.Eine spätere Sage läßt ihn von seinen Landsleuten wegen eines miß-liebigen Ausspruches gctödtet und nach seinem Tode hoch verehrt wer-den. Jeremias, dessen Wirksamkeit unter Josias beginnt, nimmt Theilan allen Leiden des Volkes bis zur Auswanverung nach Aegypten. Erbekämpft die Partei, die den Sinn der Könige für das ägyptische Bünd-niß gegen die unvermeidliche von Gott gewollte Unterwerfung unterBabylon stimmt, leidet für den Freimuth, mit dem er unter Zedekia dieUnterwerfung als einziges Nettungsmittel anräth, Einkerkerung undTodesgefahr, lebt geehrt in der Umgebung des ihm verwandten Gedalja,klagt in ergreifenden Liedern Jerusalems Fall, mahnt von dem Auszugenach Aegypten ab, folgt seinen Landsleuten gezwungen dahin, predigtdort gegen den Götzendienst, dem sie sich zuncigen, und soll nach späterenSagen dort durch Steinigung den Tod eines Märtyrers erlitten haben.
Die Perser.
1. Mit dem Sturze des babylonischen Reiches tritt ein Volk derindogermanischen Familie auf die geschichtliche Bühne des vorderenAsiens. Die Länder aller vor dieser Zeit in der Geschichte ausgetrete-nen Völker werden Bestandteile des persischen Reiches und dieses führtdic Geschichte des westlichen Asiens nicht allein in der Zeit um einenSchritt weiter, sondern bringt dasselbe auch mit Europa in eine viel-fältige und folgenreiche Berührung. Ehe die Gründung dieses Reichesstatt fand, hatte das Volk der Perser in seiner jenseits des semitischenAsiens gelegenen Heimath bereits mit verwandten Völkern in einerVerbindung gestanden, durch welche seine Geschichte als das letzte Gliedeiner größeren Reihe erscheint. In dem von allen Seiten durch Rand-gebirge umwallten Hochlande von Iran, das im Innern auf seinen Hoch-stächen Mangel an bewässertem und anbaufähigem Boden hat und inde» Thälern der umgrenzenden Gebirge Reichthümer der Natur birgt,wohnten Völker, die sich durch manche Spuren der Verwandtschaft alseine besondere Gruppe aus der Familie der indogermanischen Völker