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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Das Reich der Seleuciden bis auf Antiochus VIl. Z2Z

! schwächeren Nachfolgern das Land darauf angewiesen sein, von den alten

I Einrichtungen Nutzen zu ziehen und der Hof, aus verfeinertem Genuß

in immer größeres Laster versinkend, für Erhaltung und Fortbar desReiches immer unfähiger werden. Der vierte Ptvlemäus, 221'04. vor Ehr., der sich, um dem Verdachte entgegenzutreten, als habe erdas Ende seines Vaters beschleunigt, den Vaterliebenden, Philopator,^ nannte, eröffnet die Reihe der schlechten Regenten. Schwelgerei und! Frevel werden die Hauptgegenstände der Geschichte des königlichen

Hauses, die Negierung gleitet aus den Händen that- und kraftloser§ Herrscher in die Hände selbstsüchtiger Menschen, die zur Beförderung! ihrer Macht die Könige tiefer in Laster versenken und die Mitglieder

! der regierenden Familie, soweit sie ihnen im Wege stehen, zu vertilgen

! suchen. Dabei wird die Regierung gewalttätiger, die steigenden Be-

dürfnisse des sittenlosen Hofes verlangen erhöhte Einkünfte, die Bevöl-kerung empfindet den Druck der verächtlichen Gewalthaber und esentstehen Empörungen. So wiederholt sich das Bild, welches das per-i fische Reich in seinen letzten Zeiten darbot. Zwar sind die Grundlagen

z des Reiches stark genug, dasselbe fast noch zweihundert Jahre lang zu tra-

gen, aber die Geschichte hat aus dieser Zeit nur den Verfall zu berichten.

! Was noch durch das Verhältniß zu anderen Staaten als bedeutendss erscheint, verflicht sich in deren Geschichte.

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^ Das Reich der Seleuciden bis auf Antiochus VII.

! 1. Eine ganz andere Grundlage und folglich eine ganz andere Ge-

st schichte als das ägyptische Reich hat das der Seleuciden. Da Antiochus? zur Herrschaft gelangte, umfaßte es mit Ausnahme von Indien den ganzenasiatischen Theil vom Reiche Alexanders. So überlegen es aber hierdurchim Verhältnisse zu dem der Ptolemäer scheinen könnte, so sehr steht esdemselben an innerer Festigkeit nach. Es zeigt sich ein großer Wider-^ spruch zwischen der Ausdehnung des Reiches und den Mitteln, die cin-

i zelnen Theile zusammenzuhalten. Zwar wurde die beabsichtigte Erwer-

i bung Makedoniens, welche als Hinzufügung eines neuen Bestandtheils

j die Regierung noch mehr erschwert haben würde, durch die Entstehung

i der kleinasiatischen Fürstenthümer verhindert, aber auch auf Asien be-

i schränkt standen die Seleuciden einem großen Theile der Völker als

l Fremde gegenüber und die Befestigung ihrer Macht erheischte ein Er-

starken des Hellenismus, wie es für die weiten Räume eine Unmög-^ lichkeit war. Aegypten in seiner beschränkten Ausdehnung bot der- Entwicklung des Hellenismus einen um so günstigeren Boden, als der

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