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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Gang und Gliederung der vorchristlichen Geschichte.

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kosmogonische Mythen schuf, rief das Bewußtsein einer ursprünglichenOffenbarung Gottes eine Menge von Erzählungen von der Götter al-tem Verkehr mit den Menschen und der in diesem Verkehr bewirktenGründung der Lebensverhältnisse hervor. Diese unmittelbare Einwir-kung der Götter zog sich in den Mythen bei der ursprünglichen Unge-trenntheit religiöser und bürgerlicher Verfassung auch bis zu der Ein-richtung des Staatswesens herab und machte alte Staatengründer undGesetzgeber zu Vertrauten der Götter. Die eigentliche Geschichte d. h.-die geschichtliche Aufzeichnung, in der oft lange noch vereinzelte Mythenauftauchen, beginnt bei jedem Volke erst, wenn sein Leben selbst zur Ge-schichte wird, indem es sich, angclangt auf der Stufe der Civilisation,als ein geschlossenes und geordnetes Ganze durch den Gegensatz zu an-deren erkennen lernt und eigenen Thaten, in welchen cs diesen Gegen-satz sich zu vollem Bewußtsein gebracht, zur Lehre für kommende Ge-schlechter ein Denkmal setzt, in dem sich nicht bloß, wie in Denkmälernder Baukunst, die sein Leben beherrschenden Ideen mehr oder minderverständlich verkörpern, sondern auch die einzelne That mit dem AntheilEinzelner an ihr sich verewigt. So sind die Völker, wie sie früher oder-später in die Geschichte eintraten, auch hinsichtlich der Erfüllung derBedingungen, von denen die Möglichkeit dieses Eintrittes abhängt, ältereund jüngere Mitglieder der zu 'einem geschichtlichen Leben berufenenMenschheit.

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Gang und Gliederung der vorchristlichen Geschichte.

1. Sobald die Geschichte eine andere Aufgabe erhält, als aus dendurch früheste Nachrichten bezeugten Zuständen auf Veränderungen, dienicht berichtet sind, zu schließen, tritt das Bedürfniß ein, ihren Gangim Allgemeinen zu überschauen und zu dem Zwecke ihre Masse zugliedern. Nur so erhält das Einzelne seine Bedeutung, indem es alseine Reihe von Schritten auf einem bestimmten Weg aufgefaßt wird.Die Geschichte gliedert sich nun in doppelter Weise, örtlich und zeitlich,nach den Völkern, welche als geschlossene Ganze ein selbstständiges Lebenentwickeln, und nach den Zeiträumen, deren jeder in den ihm angehörigenBegebenheiten einen Abschnitt des von der Menschheit zu durchlaufendenWeges vollendet. Je mehr man die Völker als Glieder des Ganzender Menschheit auffaßt, desto mehr wird man geneigt, die Weltgeschichtenach Zeiträumen zu gliedern und die- Schicksale eines jeden als Er-füllung eines Theiles von dem der Menschheit zugetheilten Berufe zu