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Die Römer im Kampfe mit Carthago,
Unterwürfigkeit. Wo bei diesen Anordnungen noch Schonung geübtwurde, war es das Werk des Polpbius. Nach seiner Rückkehr hatteer in der Heimath für sich keinen Wirkungskreis gefunden und warwieder zu dem ihm befreundeten Scipio gegangen. Jetzt auf die Nach-richt von den Ereignissen in seiner Heimath verließ er das Lager seinesFreundes in Afrika und stellte sich mit dem Ansehen, das er bei denRömern genoß, als Vermittler zwischen sie und seine Landsleute, wo-durch er von vielen Städten die Plünderung und von vielen Bewohnerndie Sklaverei abwandte.
18. In demselben Jahre, wo Griechenland römische Provinz wurde,fiel auch über Carthago die Entscheidung. Während der Zeit, wo Romseine Staatskunst und seine Waffen nach Osten gerichtet, hatte Carthagoungeachtet der erlittenen Beschränkung wieder im Innern zu erstarkenangefangen, da die Weltereigniffe seinen Handel nicht störten. SeinWiederaufblühen war für Nom ein Grund steter Besorgniß und es be-durfte bei dem in Rom herrschenden Sinne nur geringer Veranlassung,damit es in dem Ansammeln neuer Kräfte gestört oder für immer ver-nichtet wurde. Den Weg dazu bahnten die Zerwürfnisse zwischen Car-thago und Masinissa, die den Römern erst die Gelegenheit zu schieds-richterlichem Eingreifen boten und dann die Carthager zu einer demFriedensschlüsse entgegenlanfenden und den römischen Haß entfesselndenSelbsthülfe nöthigten. Nachdem schon zweimal auf Klagen, die Car-thago über Beeinträchtigung seines Gebietes geführt, zu Gunsten Masi-nissa's entschieden worden war, erschien in Folge eines dritten Angriffes,den der numidische Fürst auf karthagisches Land machte, eine römischeGesandtschaft in Afrika. Bei derselben befand sich Porcius Cato, derSensorische genannt wegen der Strenge, womit er die im Jahre 184erhaltene Censur verwaltet und insbesondere die Neigung zu einer demaltrömischen Sinne fremden Liebe für Pracht und Genuß bekämpft hatte.Derselbe ernste und strenge Cato erscheint nach der Rückkehr von jenerGesandtschaft als der eifrigste und beharrlichste Vertreter der Ansicht,daß Roms Wohlfahrt die Vernichtung Carthago's erheische. In dieserAnsicht hatte er einen Gegner an Scipio Nasika, seinem dereinstigenMitbewerber um die Censur, der Carthago gerechter behandelt wissenwollte und in dem Fortbestehen dieses Staates ein Mittel sah, demStrome sittlichen Verderbens, welcher mit Ausdehnung der Herrschaftüber Nom hereinzubrechen schien, einen Damm entgegenzusetzen. Dain diesem Kampfe die Ungerechtigkeit über die Gerechtigkeit siegte, ge-schah nichts, um Masinissa's Eingriffe zu hemmen und, da Carthagosich zur Selbsthülfe gedrängt sah, wurde es unter Führung eines Has-drubal von dem 88 jährigen, aber noch jugendlich rüstigen numidischenFürsten im Jahre 150 durch eine harte Niederlage gedemüthigt. Die-