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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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447
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dem Seleucidenreiche, Macedonieii und Griechenland. 447

ses Unglück bewirkte zu Rom den Entschluß zum Kriege gegen dengeschwächten Staat. Auf die Nachricht von großen Rüstungen inItalien und Sicilien ging eine karthagische Gesandtschaft nach Rom,um zu erklären, daß man für die durch Selbsthülfe begangene Vertrags-verletzung Genugthuung geben wolle und den Hasdrubal als Urheberdes Krieges aus dem Lande verwiesen habe. Inzwischen waren dieConsuln des Jahres 149 bereits in Lilybäum angelangt und an sieverwies man die Gesandten. Nom suchte durch unbestimmte Antwortendie Carthager hinzuhalten und ihre Hoffnung auf friedliche Ausgleichungzu nähren, damit es sie um so sicherer mit vernichtendem Schlagetreffen könne. Die Consuln forderten Geiseln, durch welche Nom fürdie Folge der Treue des durch seine Rüstungen verdächtig gewordenenCarthago's sicher sein könne. Als dies Begehren erfüllt war, ging dierömische Flotte nach Afrika über und landete bei dem den Carthagernabtrünnig gewordenen Utika. Eine neue Gesandtschaft erschien hiervor den Consuln, um sich auf eine früher gegebene Zusage der Selbst-ständigkeit zu berufen. Eine neue Forderung, die gestellt und erfülltwurde, war die Auslieferung der Waffen und die Verbrennung derKriegsschiffe. Darauf aber trat man mit der letzten Forderung hervor,die Stadt solle geräumt werden und die Bevölkerung sich zwei Meilenvon der See neu ansiedeln. Damit war die Absicht, den Staat, dessenBestehen auf dem Seehandel beruhte, zu zerstören, deutlich erklärt.War bisher in Carthago, wo es neben den Anhängern der Selbststän-digkeit eine numidische und eine römische Partei gab, die Neigung zumNachgeben vorherrschend gewesen, so gab die letzte Forderung, welchenicht der staatlichen Unabhängigkeit, sondern dem Bestehen Aller im Ein-zelnen den Untergang drohte, den schon so vielfach Gedrückten die Kraftder Verzweiflung. Man versöhnte durch Zurückberufung den in feind-licher Haltung in der Nähe stehenden Hasdrubal und betrieb mit demhöchsten Eifer die durch die erfolgte Waffenauslieferung schwierigeRüstung zum Kriege. Die Angriffe der Römer blieben lange Zeit ohneErfolg, bis im Jahre 147 ein neuer Scipio mit dem Consulat denAuftrag zur Führung des karthagischen Krieges erhielt. Dieser Scipiogehörte der Familie, deren Namen er trug, nur durch Adoption an.Er war der Sohn des Aemilius Paullus, des Siegers von Pydna, undhatte, von einem Sohne des Afrikaners Scipio als Sohn angenommen,den Namen Publius Cornelius Scipio erhalten, wozu man später, umseine wirkliche Herkunft zu bezeichnen, den Namen Aemilianus fügte.Seine kriegerische Laufbahn hatte er in der Schlacht bei Pydna be-gonnen und in Kriegen, die seitdem in Spanien geführt worden, unterBeweisen von Heldenmuth und Einsicht fortgesetzt. Ihm verschaffte zurZeit, da er sich um die Aedilität bewarb und das zum Consulat gehörige